Bundesligastart mit vier Auswärtsspielen für TVR

von Heinz Kelzenberg (TV Refrath)

 

Einen ungewöhnlichen Saisonstart wird der TV Refrath in seinem „verflixten(?)“ siebten Jahr in der 1. Bundesliga hinlegen, unabhängig vom weiteren sportlichen Verlauf. Durch einen Heimrechttausch mit der SG Anspach am 2. Spieltag kommt es nämlich zunächst zu vier Auswärtspartien in Folge. Dies war nötig, weil die Halle Steinbreche am 30.8. wegen des „Internationalen Refrath-Cup“ nicht zur Verfügung steht.

 

So müssen die bergischen Badmintonfans bis zum 27. September warten, dann nämlich kommt es zum ersten Heimspiel des TVR gegen den Deutschen Vizemeister der letzten beiden Jahre, dem 1.BV Mülheim. Den Auftakt bildet ein Auswärtswochenende am 29.8. beim TSV Trittau in der Nähe von Hamburg und tags darauf beim hessischen Aufsteiger SG Anspach.

 

Dabei präsentiert der TVR in Trittau seine beiden Neuzugänge Sam Magee und Fabian Holzer, die das neue Refrather Herrendoppel bilden, nachdem Raphael Beck den Verein Richtung Bonn-Beuel verlassen hat und Max Schwenger bis auf weiteres nicht an den Bundesligaspielen teilnehmen wird. Schwenger wird nach seiner Operation an der Hüfte noch versuchen, sich für die Olympiade zu qualifizieren und hoffentlich Anfang Oktober auf den internationalen Badmintoncourt zurückkehren.

 

Ferner gehören zum Saisonauftakt die Irin Chloe Magee sowie Carla Nelte und Jenny Karnott ebenso zu Kader wie die Einzelspieler Fabian Roth, Richard Domke und Lars Schänzler. Das Team von TVR-Chef Heinz Kelzenberg möchte mit 4:0 Punkten starten, bevor gut drei Wochen später das schwere Auswärtsspiel bei Union Lüdinghausen auf dem Programm steht. Kelzenberg: „Der Meister von 2014 hat sich gut verstärkt und möchte in dieser Saison in die Playoffs. Wir möchten dies eindeutig auch, so dass dieses Match schon richtungsweisenden Charakter haben wird“. Dabei hofft Kelzenberg auf einen ähnlichen Traumstart wie in der Vorsaison.

 

Ob in der Endrunde der Bundesliga Platz für sein Team hinter dem erneuten Top-Favoriten 1.BC Bischmisheim sein wird, ist die Frage, denn neben Lüdinghausen haben auch der 1.BC Beuel und der 1.BV Mülheim Ambitionen. Kelzenberg: „In dieser Saison entscheiden die Turnierpläne der ausländischen und deutschen Spieler über den Ausgang der Liga. Ein großer Kader ist dabei ein echter Trumpf“. Und den hat der TVR, denn der Abstieg aus der 2. Bundesliga verschafft personell ein wenig Luft für das 1. Team, weil auch die sogenannte „2.Reihe“ häufiger zur Verfügung steht.

 

Als Beispiel nennt Kelzenberg die Verpflichtung von Ya Lan Chang aus Taiwan, die dann im Dameneinzel aufschlagen wird, wenn Chloe Magee fehlt: „Und wenn unsere Irin wegen eines Turniers fehlt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass der jeweilige Gegner auch dezimiert ist“. Die Olympia-Qualifikation bestimmt die Spielregeln in der kommenden Badmintonsaison und wird darüber entscheiden, wer sich am Ende wo in der Tabelle wieder findet.

 

„Wir jedenfalls wollen den nächsten Schritt schaffen und nach Platz Vier im Vorjahr in dieser Saison mindestens Dritter, besser Zweiter werden“, so Kelzenberg, der damit die Latte für sein Team deutlich höher legt als jemals zuvor.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0