SG Anspach - Saisonvorschau

Unsere Serie "Saisonvorschau" startet im ersten Teil mit dem Teamcheck des einzigen Aufsteigers SG Anspach. Hier widmen wir uns der Geschichte des Vereins, schauen gleichzeitig auf den Kader für die neue Saison und geben eine erste Prognose ab. Warum die Hessen für die Liga eine Bereicherung sein werden und ob das Ziel Klassenerhalt realistisch ist, erfahrt ihr jetzt hier.

Der Verein:

Auch der Hessische Badminton-Verband ist im kommenden Jahr wieder durch ein Team in Deutschlands Eliteklasse vertreten. Die SG Anspach ist nach zwei Jahren 2. Bundesliga zurück in Liga eins. Damit ist der Traditionsverein wieder ganz oben angekommen. Vor allem um die Jahrtausendwende konnte sich der Verein aus dem Taunus über Jahre in der ersten Liga etablieren. Der Fokus lag seit jeher auf deutschen Spielern aus der Umgebung. Dies hat sich bis heute nicht verändert.

Mittlerweile geht die SGA in ihre 23. Bundesligasaison (erste oder zweite Liga) in Folge. Großen Anteil am sportlichen Erfolg hat Bundesliga-Rekordspieler Franklin Wahab, der jetzt als Trainer fungiert. Von 1993 bis 2011 schaffte er es auf unglaubliche 270 Bundesligaspiele in Folge. Ein Rekord für die Ewigkeit.

 

Die letzte Saison beendete man in der 2. Bundesliga Süd auf einem dritten Platz. Durch den Rückzug der PTSV Rosenheim und dem Verzicht des SV Fischbach und SV Fun-Ball Dortelweil, wurde man von Arno Schley, dem Vorsitzenden des Bundesligaauschusses, über die Möglichkeit der Wahrnehmung des Aufstiegsrechts informiert. Dieses Angebot wurde wenige Tage später auch angenommen, sodass man als insgesamt neunter Club in die kommende Saison geht.

 

Das Team:

Im Vergleich zum Vorjahr musste man keinen Abgang verkraften. Im Damenbereich stehen mit Mona Konkolewski (ehemals Reich) und Theresa Wurm zwei vielseitig einsetzbare Spielerinnen zur Verfügung. Bei den jeweiligen Aufstellungsvarianten wird man wie in den Vorjahren sehr flexibel sein. Als dritte Dame steht Kirsten Hellwig zur Verfügung.

 

Die Position des 1. Herreneinzels nimmt in der kommenden Saison wieder Daniel Benz ein. Gleichzeitig wird er auch für einen Einsatz im Doppel in Frage kommen. Hinter Daniel Benz wird Philipp Discher versuchen, im zweiten Herreneinzel für die ein oder andere Überraschung zu sorgen. Mit Oldie Steffen Hornig und Christopher Ames stehen zwei weitere Einzelspezialisten im Kader der SGA, die sicher ihre Einsätze bekommen werden. Sebastian Ames, Bruder von Christopher, ist für das Doppel und Mixed vorgesehen. Komplettiert wird der Kader der Hessen durch den unbekannten Mexikaner Daniel Martinez, der gleichzeitig auch der einzige Neuzugang des Teams ist.

 

Spieler im Fokus:

Daniel Benz (28, Herreneinzel und Herrendoppel)

Einst als großes Talent gehandelt, ist es die letzten Jahre etwas stiller um Daniel Benz geworden. In der vergangenen Saison konzentrierte er sich bis auf den Ligabetrieb aufgrund von körperlichen Problemen voll auf das Herrendoppel. In der kommenden Saison wird er voraussichtlich wieder im Einzel angreifen wollen. Dabei wird er im ersten Herreneinzel auf teilweise übermächtige Gegner treffen, doch wer Daniel kennt weiß, dass er keinen Ball verloren gibt. Teilweise spektakulär wird um jeden Ball gekämpft. Die Zuschauer dürfen sich auf einen großen Kämpfer in Liga eins freuen.

 

Prognose:

Fest steht schon jetzt: Die Mannschaft wird sich in jedem der 16 Spiele sprichwörtlich zerreißen und jede Bundesligasekunde genießen. Und auch wenn der Kader nicht wesentlich verändert wurde - die Bundesliga wird eine Nummer zu groß für die SGA sein. Doch vor allem die Heimspiele in der traditionsreichen Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule in Anspach werden aufgrund des üblicherweise großen Zuschauerzuspruchs stimmungsmäßig echte Highlights sein. Am Ende wird aber die sportliche Qualität entscheiden und diese ist bei den Hessen wohl nicht ausreichend.

 

Unser Tipp:

Anspach landet trotz großartiger Stimmung und großem Kampfgeist am Tabellenende und muss nach Platz 9 den Gang zurück in die 2. Bundesliga antreten.

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