TSV Trittau - Saisonvorschau

Der TSV Trittau startet kommendes Wochenende in die dritte Spielzeit in der ersten Bundesliga. Mit zwei siebten Plätzen haben sich die Nordlichter inzwischen in der höchsten deutschen Spielklasse etabliert und man darf gespannt sein, wohin der Weg für das Team in dieser Saison gehen wird.

Der Verein:

Die Badmintonabteilung des TSV Trittau steht besonders mit dem Familiennamen Persson in Verbindung. Seitdem die Perssons sowohl auf, als auch neben dem Feld die Geschicke des Nordvereins leiten, geht es steil bergauf. Denn noch 2004 spielte die erste Mannschaft in der Landesliga. Doch schon knapp neun Jahre später schaffte man den Sprung in die 1. Bundesliga und mit der zweiten Mannschaft dazu noch den Aufstieg in Liga 2. 

 

Nachdem Joachim Persson (ehemalige Nummer 6 der Welt) den Verein 2001 verließ, war sein Bruder Alexander an der Spitze des Teams mitverantwortlich für den Aufstieg bis in die Oberliga 2008. Sein Amt des Mannschaftsführers übernahm dann sein jüngerer Bruder Nikolaj, der dieses Amt bis heute ausfüllt. Schnell schaffte man den Sprung in die 2. Bundesliga und auch dort hielt man sich nicht lange auf. Seit nun mehr zwei Jahren ist man Mitglied der Bundesliga und hat sich erfolgreich im Badminton Oberhaus etablieren können. 

 

Vor allem durch die konsequente und erfolgreiche Jugendarbeit hat sich der Verein ein solides Fundament aufgebaut. In den vergangenen Jahren landeten zahlreiche Teams bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend auf dem Podest.

 

Das Team:

Der Kader des TSV Trittau wirkt auf den ersten Blick deutlich kleiner als in der vergangenen Saison. Gleich vier Abgänge von Leistungsträgern musste der Verein nach der vergangenen Saison verzeichnen. Kate Robertshaw, Sarah Walker und Peter Mills (alle ENG) wechselten zurück in die englische Liga, während Kenneth Jonassen seine Karriere endgültig beendet hat. Einziger Neuzugang ist die Finnin Nanna Vaino. Sie kann sowohl im Doppel als auch im Einzel eingesetzt werden und ist zusammen mit Iris Tabeling (DD,MX) als Stammspielerin eingeplant. Mit Maziyyah Nadhir (INA) und Ex-Nationalspielerin Annekatrin Lillie stehen zwei weitere Damen zur Verfügung.

 

Bei den Herren ruhen in Zukunft die Hoffnungen voll auf Nikolaj Persson. Der Mannschaftskapitän hat nach vielen Verletzungen langsam wieder zu alter Stärke gefunden und soll sich im ersten Herreneinzel mit den besten der Liga messen. Im zweiten Einzel soll Ary Trisnanoto weiter mit seiner spektakulären Spielweise für Furore sorgen. Gemeinsam mit dem Niederländer Robin Tabeling ist er auch für das Herrendoppel vorgesehen. Tabeling wird zusätzlich noch das Mixed mit seiner Schwester Iris bestreiten. Als weiter Alternativen stehen Jonathan Persson und Senatria Agus Setia Putra (Indonesien) zur Verfügung. 

 

Spieler im Fokus:

Nikolaj Persson (24, Herreneinzel) 

Nach dem Abgang von Kenneth Jonassen, der trotz seines hohen Alters in der Vergangenheit einer der Punktegaranten für den TSV Trittau war, soll Eigengewächs Nikolaj Persson in die großen Fußstapfen treten. Spätestens nachdem Nikolaj schon vor fünf Jahren den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften belegen konnte und dabei unter anderem Serienmeister Björn Joppien ausschaltete, galt er als große Hoffnung des deutschen Badminton. Doch langwierige Verletzungen machten dem Talent einen Strich durch die Rechnung. Aktuell scheint Nikolaj seine körperlichen Probleme überwunden zu haben und kommt seiner alten Form immer näher. So ist es nicht verwunderlich, dass die Verantwortlichen des TSV großes Vertrauen in ihn setzen und er eine  tragende Rolle in der kommenden Saison spielen soll. Es wird interessant sein zu sehen, ob Nikolaj endgültig den Sprung zu alter Stärke schaffen wird.

 

Prognose:

Trittaus Kader ist bei weitem nicht der größte und ausgeglichenste der Liga, doch das Team sollte weitgehend von der Olympiaqualifikation verschont bleiben, da keiner der Athleten im Kader große Ambitionen auf eine Teilnahme in Rio besitzt. In den letzten zwei Jahren hat man sich als sehr konstant erwiesen. Doch man muss abwarten, ob man vor allem auf Damenseite stark genug ist, um mit den Topteams mithalten zu können.

 

Unser Tipp:

Bleibt Trittau von Verletzungspech verschont, ist ein Platz im Mittelfeld der Tabelle möglich. Nach ganz vorne in die Playoffregionen wird es wohl nicht reichen. Dafür wiegen die vielen Abgänge zu schwer. Trittau erreicht am Saisonende Platz 6.

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