SC Union Lüdinghausen - Saisonvorschau

Der Meister von 2014 scheint zurück im Titelrennen. Nach durchwachsener Saison 14/15 möchte man nun mit breitem Kader wieder oben angreifen. Smashing-News erklärt, was man in dieser Saison von dem Team, um Eigengewächs Karin Schnaase, erwarten kann. 

Der Verein:

Badminton in Lüdinghausen hat eine lange Tradition. Am 14. Februar 1963 wurde die Abteilung gegründet. 1964 gab es bereits die ersten Stadtmeisterschaften. Schnell wurden erste Erfolge gefeiert. So wurde Michael Schnaase, heutiger Teammanager, 1967 Deutscher Meister im Einzel und Doppel – und diesen Titeln sollten weitere folgen.

 

Schon 1974 in der Oberliga angekommen, zerbrach das damalige Team kurzzeitig. Doch ab 1977 ging es wieder bergauf. Erst stieg das Team in die Landesliga auf und 1982 gelang dann der lang ersehnte Wiederaufstieg in die Oberliga. Hier hielt sich das Team jahrelang erfolgreich.

 

Mit Beginn des neuen Jahrtausends schaffte die erste Mannschaft im Jahr zunächst den Aufstieg in die zweite Bundesliga und dann zwei Jahre später, nach einer dramatischen Aufstiegsrunde im benachbarten Senden, erstmals den Sprung in die Bundesliga.

 

Seitdem mischt Union 08 stets mit Eigengewächsen und gezielten Verstärkungen in der Eliteliga mit. Immer konnten sich die Steverstädter souverän in der Liga behaupten. Highlight war der erste Deutsche Meistertitel der Vereinsgeschichte in der Saison 2014/2014. Im Finale setzte man sich in heimischer Halle gegen den 1. BV Mülheim durch.

 

Das Team:

Lüdinghausen geht mit einem sehr breiten Kader in die neue Saison. Allein im Damenbereich stehen fünf Akteurinnen zur Verfügung. Neben der Deutschen Meisterin Karin Schnaase soll als zweite Einzeldame die Jugendeuropameisterin Yvonne Li für Union auf Punktjagd gehen. Dem einzigen Abgang Heather Olver stehen zwei Neuzugänge für die Doppeldisziplinen gegenüber: die Weltklassepsielerin Eefje Muskens (Niederlande), Nummer acht der Welt, sowie die deutsche Nationalspielerin Kira Kattenbeck, die aus der zweiten Liga kam. Dazu ist weiterhin noch die Japanerin Mizuki Fujii einsatzbereit.

 

Im Herreneinzel gibt es keine Veränderungen. Mit Andre Kurniawan Tedjono (Indonesien), Yuhan Tan aus Belgien und dem Niederländer Nick Fransman stehen drei starke Einzelspieler zur Verfügung. Gemeldet für die Bundesliga ist auch die eigene Nachwuchshoffnung Jan Kemper. Auch in dieser Disziplin ist man auf eventuelle Ausfälle somit bestens vorbereitet.

 

Die Stammformation im Herrendoppel ist zusammengeblieben. Eigengewächs Josche Zurwonne und Matthew Nottingham werden auch in der kommenden Saison das Union-Trikot tragen. Neu verpflichtet wurde mit Ingo Kindervater ein ganz erfahrener Akteur, der am Ende seiner Karriere nochmal eine neue Herausforderung sucht.


Bild: DBV
Bild: DBV

Spielerin im Fokus:

Yvonne Li (17, Dameneinzel)

Auf diesen Zugang waren sie im Sommer besonders stolz in Lüdinghausen. Mit Yvonne Li wechselt das wohl größte Dameneinzel-Talent des Deutschen-Badminton-Verbandes aus Hamburg zum Deutschen Meister von 2014. Die 17-jährige, die seit einem Jahr am Bundesstützpunkt in Mülheim trainiert und dort ihr Abitur macht, soll auf lange Sicht Eigengewächs Karin Schnaase ersetzen. Durch die diesjährige Olympiaqualifikation wird Publikumsliebling Schnaase bei einigen Spielen fehlen und so wird Yvonne Li in ihrer Paradedisziplin einige Einsätze absolvieren. Die Zuschauer in Lüdinghausen werden dann nicht lange trauern müssen, denn Europas Jugendspielerin des Jahres, ausgezeichnet von Badminton Europe, ist eine weitere Attraktion im Lüdinghausener Trikot.

 

Prognose:

Lüdinghausen hat nach dem kleinen Durchhänger in der vergangenen Saison größere Ziele und will wieder angreifen. Dabei könnten vor allem die Breite und Ausgeglichenheit ein großer Trumpf sein. Viele Disziplinen sind bei einem Ausfall der Stammspieler ohne großen Qualitätsverlust wieder zu besetzen. Auch die großartige Stimmung bei den Heimspielen und der daraus resultierende Heimvorteil sollte auch in diesem Jahr eine Rolle spielen.

 

Unser Tipp:

Team-Manager Michael Schnaase hat im Sommer gute Arbeit geleistet. Union schnappt sich Platz 2 und erreicht das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. 

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