Kurzinterview Luka

Foto: Markus Piribauer
Foto: Markus Piribauer

Wo kommst du genau her, und wo trainierst/lebst du jetzt?

Ich komme aus Wiener Neustadt, einer kleineren Stadt in der Nähe von Wien. Seit mittlerweile sieben Jahren lebe ich in Wien und trainiere an unserem nationalen Stützpunkt.

 

Wie schätzt du deine Chancen für die Qualifikation ein?

Ich habe einen super Start erwischt und habe grundsätzlich gegenüber allen Herausforderungen eine sehr positive Einstellung.

 

Wie teuer wird das Jahr vermutlich werden und wie finanzierst du die Turniere?

Ich rechne zwischen 25000 und 30000€. Den Großteil dieser Summe decke ich mit privaten Sponsoren. Vor allem Wolfgang Noitz mit seiner Firma Aktiv Ladenbau hat mir seit ich aus der Jugend rausgekommen bin, ermöglicht Badminton professionell zu betreiben. Darüber hinaus habe ich im Zuge meiner Leihspielerverpflichtung für AS Logistik Mödling mit Allan Sudarma einen weiteren wertvollen Unterstützer gewonnen.

 

Wie viel Wochen des Jahres bist du ca. unterwegs, bzw. wie viel Zeit bleibt dir noch zuhause?

Das Qualifjahr ist wirklich intensiv, ich war seit Anfang Mai 14 Wochen unterwegs, wobei hier auch Trainingslager dabei waren. Zu Hause bin ich daher kaum noch, daher schätze ich die Zeit mit meiner Familie und Freunden sehr und versuche dann so viel Kraft wie möglich zu tanken.

 

Wie schlimm wäre es, wenn die Quali nicht klappen würde?

Ich habe seit Mai 2014 meinen ganzen Alltag diesem Unterfangen, sowie der Qualifikation für die ersten European Games, untergeordnet. Ich bin megaglücklich, dass ich in Baku (bei den European Games, Anm. d. Red) dabei sein durfte und ich weiß, dass ich jeden Tag alles aus mir heraushole. Das ist mir das Wichtigste und wenn es dann nicht klappt, werde ich demjenigen gratulieren, der es aus Österreich geschafft hat.

 

Wie verstehst du dich mit deinen beiden Konkurrenten und hat sich, seit es auf Olympia zugeht etwas zwischen euch verändert?

Wir trainieren viel miteinander und kommen meiner Meinung nach alle gut zurecht mit der Situation. Natürlich gibt es hin und wieder etwas „intensivere“ Momente, aber das ist im Spitzensport ganz normal denke ich.

 

Kann man die ganzen Reisen trotz Turnierstress auch ein bisschen genießen?

An erster Stelle steht natürlich immer die Vorbereitung für das jeweilige Turnier, bzw. wenn es vorbei ist die Vorbereitung aufs Nächste. Wenn wir dann an einer coolen Location spielen, nütze ich das trotzdem immer aus und laufe dann zum Beispiel statt auf einem Laufband am Flic en Flac Strand in Mauritius und schwimme danach eine Runde im Meer. Also es gibt definitiv auch Genussmomente!

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