Bulgarian International - Zwei Titel für DBV-Asse

Badmintoneurope sprach auf der eigenen Website von einem "deutschen Finaltag" bei den Babolat Bulgarian International und tatsächlich erreichten Deutschlands Badmintonasse das Maximum am heutigen Samstag. Sowohl Peter Käsbauer/Raphael Beck, als auch Olga Konon sicherten sich den Titel bei der mit 15.000 Dollar dotierten Veranstaltung in Sofia. Smashing-News blickt zurück auf einer erfolgreiche Finaltag.

Raphael Beck/Peter Käsbauer zum Ersten:

Das zweite gemeinsame Turnier und direkt der erste Titel. Viel besser hätte die Woche in Bulgarien nicht laufen können für das neu formierte Doppel. Wie der Zufall es wollte, so stand man im Finale den beiden Indern Attri/Reddy gegenüber, denen man vor einigen Wochen noch beim ersten Auftritt in Belgien unterlegen war. Nach dem Sieg im Achtelfinale über die Weltranglisten-24. Wacha/Cwalina strotzen die beiden Deutschen in den letzten Tagen nur so vor Selbstvertrauen. Auch im Endspiel konnten die eigenen Stärken konsequent umgesetzt werden. Nach einer kurzen Schwächephase zu Beginn des 2. Satzes, fanden Käsbauer/Beck wieder zu ihrer Erfolgstaktik und so war nach 45 Minuten Spielzeit und einem 21-14 und 21-16 die Freude über den ersten Turniersieg auf internationalem Level groß. 

 

Olga Konon zum Zweiten:

Nach ihrem Erfolg in der Ukraine befindet sich Olga Konon weiterhin in Topform. Dabei musste sie wie schon im Halbfinale gegen Lokalmatadorin Linda Zetchiri den ersten Satz abgeben. Doch das Selbstvertrauen der vergangenen Wochen bildete auch im Endspiel den Grundstein zur Wende. Die Sätze 2 und 3 gingen mit 21-16 und 21-14 an die Deutsche, die damit ihren zweiten Sieg bei einem International Challenge innerhalb weniger Wochen feiern konnte. Mit den 4000 Weltranglistenpunkten, die Konon für den Sieg in der bulgarischen Landeshauptstadt bekommt, wird sie weiter im Ranking klettern und auch die Olympiaqualifikation scheint zumindest theoretisch weiterhin möglich.

Stimmen 

Peter Käsbauer

... über das Endspiel gegen die Inder Attri/Reddy:

"Es lief viel über die Aufschlagsituationen. Im ersten Satz konnten wir uns nach der Pause bei 11 durch eine gute Aufschlagserie absetzen. Im zweiten Durchgang lagen wir zu Beginn 2:7 zurück, weil wir viel zu hart auf unsere Gegner darauf gespielt haben. Zum Glück konnten wir die Taktik wieder ändern und das Feld groß machen, vor allem durch hohe Lifts, dass sie sich bewegen mussten. Zack, waren wir mit 10:7 vorne, das Selbstvertrauen war wieder da und wir konnten es souverän runterspielen. In Belgien haben wir noch eine 16:10-Führung hergeschenkt, daraus haben wir gelernt.

... über die gesamte Woche und den ersten Turniersieg: 

"Das war eine nahezu perfekte Woche für Raphi und mich. Unser zweites gemeinsames Turnier und direkt der erste Turniersieg. Das ist richtig geil! Das entscheidende Spiel war aber das Achtelfinale gegen die Polen Wacha/Cwalina. Hier hat sich entschieden, ob das Turnier gut oder schlecht läuft. Wir werden jetzt weiter Gas geben."

 

Olga Konon

... über ihr Finale gegen die Ukrainerin Ulitina:

" Es war sehr windig in der Halle und die Sonne hat direkt ins Feld geschienen. Es war kein gutes Spiel. Meine Gegnerin und ich hatten beide wenig Gefühl und Sicherheit. Am Ende habe ich versucht für jeden Ballwechsel hart zu arbeiten und einfach zu kämpfen. Es hat Gott sei Dank gereicht. Ich fühle mich sehr glücklich!"

... über die gesamte Woche:

"Besonders das Spiel gegen Zetchiri in ihrem Heimatland war eine große Aufgabe. Es ist sehr schwer gegen sie zu gewinnen. Ich habe einfach versucht locker zu bleiben. Badminton ist theoretisch ein sehr einfaches Spiel und ich weiß, dass ich im Moment gut drauf bin."

 

Red

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