Denmark Open Finals: Dreimal Korea, zweimal China

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Europäer suchte man bei den diesjährigen Finals der Denmark Open leider vergeblich. Dennoch standen viele spannende Entscheidungen an. Kann die junge Inderin P. V. Sindhu (Bild links) nach ihrem gestrigen Sieg über Carolina Marin direkt ihr erstes Superseries Finale gewinnen, schafft Tommy Sugiarto die Überraschung gegen Chen Long und wer soll Lee Yong Dae und Yoo Yeon Song im Moment stoppen? Alle Antworten in unserer Finalzusammenfassung.

P. V. Sindhu kann starke Turnierwoche nicht krönen:

Es war ein tolles Turnier der 20 Jahre jungen Inderin. Nachdem sie bereits im Vorjahr WM Bronze gewann und in den letzten Monaten immer häufiger ihre Klasse bei Superseriesturnieren zeigte, schaffte sie nun bei den Denmark Open zum ersten Mal den Weg bis ins Finale und das trotz ganz schwerer Auslosung. Drei Top-Ten Spielerinnen nahm sie aus dem Turnier, darunter auch Carolina Marin, die sie gestern in einem packenden Halbfinale bezwingen konnte.

 

Somit ging es heute gegen Olympiasiegerin Li Xuerui um den große Titel. SIndhu erwischte einen guten Start und erspielte sich sogar eine 16:10 Führung. Anschließend zeigt Xuerui aber, warum sie 2012 in London ganz oben auf dem SIegerpodest stand, drehte Durchgang eins noch und gewann am Ende mit 21:19 und 21:12. Nach einer langen Durststrecke war es der erste Sieg der Chinesin seit den Denmark Open 2014. "Ich bin sehr glücklich, dass ich meinen Titel verteidigen konnte. Vielen Dank an das Publikum." so Xuerui nach ihrem Finalerfolg.


Tommy Sugiarto (Bild: Bernd Bauer)
Tommy Sugiarto (Bild: Bernd Bauer)

Sugiarto ohne Chance gegen Chen Long:

Viele dänische Fans hatten die Hoffnung, einen ihrer Herreneinzelstars im Finale zu sehen und nach dem SIeg von Viktor Axelsen über Lin Dan und der guten Auslosung von Jan O Jorgensen standen die Chancen auch gar nicht schlecht. Am Ende machten diesen Hoffnungen aber ein stark spielender Tommy Sugiarto (21:19 21:19 gegen Jorgensen im Viertelfinale) und Chen Long (Halbfinalsieg gegen Axelsen) einen Strich durch die Rechnung.


DIe Ausgangslage für das heutige FInale war relativ klar: Sugiarto hatte sich zwar ohne Satzverlust bis ins Finale gespielt, galt aber gegen den Chinesen als klarer Ausenseiter.  Von den bisherigen 7 Duellen konnte Sugiarto nur einmal gewinnen und das vor über zwei Jahren. Chen Long hingegen konnte bereits sechs Turniresiege im laufenden Jahr verbuchen und wurde auch heute erneut seiner Favoritenrolle gerecht. Beim 21:12 und 21:12 war sein dritter aufeinanderfolgender Denmark Open Titel nie wirklich in Gefahr.


Alle Doppeldisziplinen an Korea:

Eine erneut beeindruckende Leistung boten Lee Yong Dae und Yoo Yeon Seong bei den diesjährigen Denmark Open. Ohne Satzverlust sicherten sie sich in ihrem 14. gemeinsamen Finale den 12. Titel und ließen auch im heutigen Endspiel gegen die Chinesen Lu Kai und Liu Cheng keine Zweifel an ihrere aktuellen Dominanz aufkommen. 21:8 21:14 lautete das klare Endergebnisse für die Weltranglistenersten aus Korea, die vor zwei Jahren an gleicher Stelle ihr erstes gemeinsames Superseriesturnier spielten und damals direkt gewannen. Besonders beeindruckend: Die letzten drei Superseriesturniere gingen allesamt an Lee und Yoo und das mit insgesamt nur einem einzigen Satzverlust. Sollten die beiden ihre Form bis Olympia halten können, wird es ganz schwer für die Konkurrenz.


Neben einem kampflosen Sieg im Damendoppel für Jung Kyung Eun und Shin Cheung Chan wegen der Aufgabe der amtierenden Weltmeister Zhao Yunlei und Tian Qing, ging auch das Mixed an Korea. Ein wenig überraschend setzten sich außerdem Ko Sung Hyun und Kim Ha Na gegen Ahmad Tantowi und Liliana Natsir mit 20:22 21:18 und 21:9 durch und machten somit den Tag aus koreanischer Sicht perfekt. Drei Titel mit drei Finalteilnahmen! Im Vorjahr gingen noch alle Titel an China.



Eine wirkliche Verschnaufpause für die Spieler gibt es nach dem Event in Odense aber nicht. Mit den French Open folgt kommende Woche direkt das nächste Superseriesturnier, das hoffentlich auch aus deutscher Sicht wieder erfolgreicher wird.


Red

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