SG Schorndorf: Gekommen um zu bleiben

Bild: Ulrich Kolb
Bild: Ulrich Kolb

Manager, Trainer, Spieler, Ball- und Medienwart – Benjamin Wahl hat viele Aufgaben bei der SG Schorndorf, die natürlich auch eine Menge an Zeit verschlingen. Doch die investiert der 31. jährige Badenwürttemberger gerne, denn er hat ein festes Ziel vor Augen: Schorndorf in der zweiten Bundesliga etablieren. Seit nun neun Jahren hat er die Zügel fest in der Hand und sein Engagement der letzten Jahre zahlt sich aus. Letzte Saison gelang der erhoffte Wiederaufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse nach drei Jahren Bundesligaabstinenz. Damals konnte sich die SGS zwei Spielzeiten halten, diesmal sollen es deutlich mehr werden. Dafür gilt es aber zunächst einmal, im schweren ersten Jahr zwei andere Mannschaften hinter sich zu lassen. Keine leichte Aufgabe in der aktuelle sehr ausgeglichenen Bundesliga Süd.

Schon 2010-2012 mit der SGS in der 2. Bundelisga: Kerstin Wagner (Bild: Ulrich Kolb)
Schon 2010-2012 mit der SGS in der 2. Bundelisga: Kerstin Wagner (Bild: Ulrich Kolb)

Der Start war durchaus schon vielversprechend. Gleich am ersten Spieltag konnte gegen den direkten Abstiegskonkkurenten Dillingen ein wichtiger Sieg gefeiert werden. Bei den letzten beiden Begegnungen gab es erwartete Niederlagen gegen die beiden starken Teams aus Fischbach und Bischmisheim, doch die junge Truppe verkaufte sich auch hier teuer und stellte unter Beweis, dass sie es auch den Topteams der Liga schwer machen können.


Dies ist sicher auch ein Verdienst der Einkaufspolitik von Benjamin Wahl, dem klar war, dass vor allem ein starker Herr für das Spitzeneinzel wichtig ist, um in der Liga bestehen zu können. Nach langer Suche und über 50 erfolglosen Anfragen konnte mit dem Engländer Rhys Walker am Ende ein echter Spitzenspieler verpflichtet werden, der schon in den ersten Partien starke Leistungen zeigte und es mit den besten Einzelspielern der Liga aufnehmen kann. Durch ihn rücken zudem auch die anderen Herren eine Position nach hinten und könnten, im Laufe der Saison, im zweiten oder dritten Herreneinzel für wichtige Punkte sorgen.

Nadine Kuhnert (Bild: Ulrich Kolb)
Nadine Kuhnert (Bild: Ulrich Kolb)

Walker ist der einzige Ausländer in den Reihen der Daimlerstädter. Ansonsten besteht die Mannschaft aus vielen Spielern, die entweder aus der eigenen Jugend oder aus der näheren Umgebung kommen. Die meisten sind zudem schon seit langem untereinander befreundet und können sich voll mit der SGS identifizieren. „"In unserem Team spielt nicht nur der gemeinsame Erfolg sondern auch das Verhältnis neben dem Badmintonfeld eine große Rolle. Wir sind auch gerne mal Off-Court zusammen unterwegs“ schwärmt Wahl über seine Mannschaft, in der er selbst fester Bestandteil ist und vor allem in den Doppeldisziplinen auf Punktejagd geht.

 

Doch es verbindet ihn noch mehr mit dem Verein als die Liebe zum Badminton: Auch seine Freundin Nadine Kuhnert schlägt seit vielen Jahren für Schorndorf auf. Diese wird am Wochenende allerdings die letzten Spiele für ihr Team bestreiten, bevor sie wegen einer anstehenden Patellasehnen-OP wohl lange fehlen wird. Es stehen die ersten Heimspiele für die SG auf dem Programm und vor allem am Sonntag wird Kuhnert von ihrem Team noch einmal dringend gebraucht, wenn es gegen den aktuellen Tabellenletzten Maintal ein weiteres kleines Endspiel um das große Ziel Klassenerhalt geben wird. Ein Sieg wäre bereits ein riesiger Schritt in Richtung des großen Ziels, fester Bestandteil der Bundesliga zu werden!

 

Red

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