Nachbericht 7. Spieltag: Verdienter Erfolg und tolle Stimmung

Foto: Heinz Kelzenberg
Foto: Heinz Kelzenberg

Der überwiegende Teil der gut 200 Zuschauer in der Refrather Halle Steinbreche machte sich am Dienstagabend sehr zufrieden auf den Nachhauseweg. Zweieinhalb Stunden erstklassiges Badminton hatten sie beim 5:1-Erfolg des TV Refrath gegen den 1.BC Düren gesehen und vor allem drei Matches wird man so schnell nicht vergessen.

Der 1.BC Düren konnte an diesem Einzelspieltag alles aufbieten, bis auf die verletzte US-Amerikanerin Beiwen Zhang, die natürlich schmerzlich vermisst wurde. Zunächst zeigten die beiden zum Saisonbeginn neu formierten Herrendoppel Magee/Holzer sowie Szkudlarzyk/Jille ein über drei Sätze attraktives Match mit dem besseren, wenn auch hauchdünnen Ende für die Dürener Paarung. In Rekordzeit hatte vorher das Refrather Damendoppel Magee/Nelte für die 1:0 Führung gesorgt.

Heinz Kelzenberg: „Nun waren wir in beiden Herreneinzeln eigentlich eher Außenseiter, doch weit gefehlt“. Richard Domke, der den verletzten Fabian Roth im 1.Einzel ersetzen musste, spielte erneut überragendes Badminton: Mit einer Mischung aus Ballgefühl und Power, wie die Zuschauer es lieben. Domke schlug den an Nr.61 in der Weltrangliste platzierten Österreicher Obernosterer sicher in zwei Sätzen. Coach Heinz Kelzenberg war begeistert von Domke: „Tolles Match von einem super aufgelegten Richi“.

Parallel spielte Lars Schänzler gegen seinen Stützpunkt-Kollegen Kai Schäfer das 2. Herreneinzel. Schäfer war favorisiert: In gutem Trainingszustand schneller, explosiver. Schänzler hingegen hatte krankheitsbedingt eine Trainingspause hinlegen müssen und war deshalb allem Anschein nach nicht in Bestform. Doch der 20-jährige Refrather steigerte sich von Ballwechsel zu Ballwechsel und wusste immer wieder die Angriffe seines zwei Jahre älteren Gegners umzuwandeln und selbst zu attackieren. Heinz Kelzenberg: „Lars hat überragend gespielt, alles gegeben und am Ende keinen Fehler mehr gemacht“. Der Dreisatzerfolg wurde von den Zuschauern mit großem Beifall anerkannt.

Beim Stand von 3:1 tat sich Chloe Magee gegen die Russin Slobodyanyuk nur zu Beginn des zweiten Satzes schwer, doch schließlich machte ihre Gegnerin, zumindest in den Augen des Schiedsrichters zu viele Fehler und überließ Magee den Sieg.  Der Zweisatzerfolg des starken Refrather Mixed Magee/Nelte war letztlich nur Formsache, so dass der 5:1 Heimsieg notiert werden konnte.

Nun stehen Turniere in Schottland, Wales und Irland bzw. für die Olympiakandidaten in Asien und Nordamerika an, bevor es Mitte Dezember weitergeht. Mit welchem Team schließlich der TVR das letzte Hinrundenmatch in Bischmisheim bestreiten wird, muss man abwarten, denn die Liste der fehlenden Spieler ist aktuell sehr lang. Heinz Kelzenberg: „Viel wichtiger sind die beiden Begegnungen gegen Trittau und Anspach am 4. Advent, aus denen wir schadlos rauskommen müssen“. Läuft alles nach Plan, steht der TV Refrath zum Ende der Hinrunde punktgleich mit Lüdinghausen und mit drei oder vier Zählern Vorsprung auf Beuel auf dem 3. Platz der Tabelle, der die Qualifikation für das Playoff-Halbfinale bedeuten würde.


Heinz Kelzenberg

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