Welsh International: Schnaase sammelt Punkte - Weisskirchen überzeugt

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Am gestrigen Samstag gingen die Welsh International mit den Halbfinal- und Finalspielen zu Ende. Mit Karin Schnaase und Max Weisskirchen schafften es zwei deutsche Athleten in den letzten Wettkampftag. Während der Beueler Max Weisskirchen zum ersten Mal das Halbfinale eines Turnieres des International Circuit erreichte, schaffte Schnaase sogar den Sprung ins Finale. 

Schnaase startet Europa-Tour mit wichtigen Punkten für Rio

Karin Schnaase zeigte sich in Wales nach den durchwachsenen letzten Wochen, in denen die Deutsche durch eine kleinere muskuläre Verletzung gehandicapt war, wieder stark. Bei den Bitburger Open im vergangenen Monat musste sie ihren Start noch absagen. Mittlerweile scheint die 30-jährige aber wieder gut in Tritt, wie die vergangenen Tage bewiesen. In der ersten Runde blieb Schnaase gegen die Tschechin Tomalova ohne Probleme. Auch Runde 2 gewann die Weltranglisten-32. gegen die stark einzuschätzende Engländerin Fontaine Chapman in zwei Sätzen. Eine starke Leistung bot sie im anschließenden Viertelfinale, in dem sie ihrer Gegnerin Sabrina Jaquet aus der Schweiz, immerhin Nummer 53 der Weltrangliste, keine Chance ließ.

 

Im Halbfinale am gestrigen Samstag folgte das Duell mit der erst 18-jährigen Taiwanerin Chia Sin Lee. Gegen eines der vielen großen Dameneinzel Talente aus Asien behielt Schnaase nach knapp einer Stunde in drei Sätzen die Oberhand. Im Finale wartete nun Anna Thea Madsen aus Dänemark, die im Viertelfinale Olga Konon in drei Durchgängen ausschalten konnte. Die junge Dänin zeigte sich über die komplette Woche in beeindruckender Form und behielt auch gegen Deutschlands Nummer 1 die Oberhand. Nach knappem ersten Satz, der mit 24:22 bis in die Verlängerung ging, ging der zweite Satz mit 21:11 relativ deutlich an das dänische Talent, das sich damit den Titel in Cardiff sichern konnte. Auch Karin Schnaase konnte auf eine gute Woche zurückblicken:„ Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnier. Das war ein gutes Comeback von mir nach meiner Verletzung, die ich mir in Holland zugezogen habe!“ Auch im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio konnte Schnaase mit dem Finaleinzug wichtige Punkte sammeln. Auch die kommenden Wochen wird sie dieses Ziel bei Turnieren in Irland, Italien und der Türkei verfolgen.

Max Weisskirchen: Angekommen bei den Erwachsenen

Im Herreneinzel spielte vor allem Max Weisskirchen ein überzeugendes Turnier. Der Vize-Europameister U19 im Herreneinzel und Europameister im Mixed aus dem Frühjahr absolvierte jedes seiner vier Matches über die volle Distanz von drei Sätzen. In der ersten Runde wehrte er sogar gegen den Schotten Kieran Merrilees einen Matchball ab, bevor er mit 21:10, 11:21 und 23:21 ins Achtelfinale einzog. Hier bezwang der für den 1. BC Beuel aktive Weisskirchen Toby Penty aus England mit 21:17, 15:21 und 21:18. Am Nachmittag ließ er einen knappen Dreisatzsieg gegen Belgiens Nummer 2 Maxime Models folgen. Erst der Pole Adrian Dzolko beendete im Halbfinale den Siegeslauf des 19-jährigen. Nach gewonnenem ersten Satz ging dem jungen Deutschen etwas die Kraft aus und die folgenden beiden Sätze musste er deutlich abgeben. In seiner ersten Saison im Erwachsenenbereich bedeutet der Halbfinaleinzug trotz allem den bis dato größten Erfolg von Weisskirchen, der schon im vergangenen Jahr im Viertelfinale in Cardiff stand. „Das Turnier ist wieder ziemlich gut gelaufen für mich. Ich habe mich sehr fit gefühlt und konnte fast in jedem Spiel konstant über drei Sätze mein Spiel durchziehen. Leider ging mir dann im Halbfinale aufgrund der vielen Spiele die Kraft aus und ich musste mich geschlagen geben.“, so Weisskirchen am Tag nach dem Turnier. 

 

Kuriosum im Herrendoppel: 4. Duell Deutschland gegen Polen 

Zu einem Kuriosum kam es im Herrendoppel. Peter Käsbauer und Raphael Beck trafen im Viertelfinale schon zum insgesamt vierten Mal in den letzten zwei Monaten auf die Polen Cwallina/Wacha. Schon bei den Turnieren in Schottland, den Niederlanden und Bulgarien kam es zu diesem Duell. Mit dem Sieg in Wales steht es mittlerweile 3:1 für die polnischen Weltranglisten-27 und wie es der Zufall will kommt es auch in den kommenden Wochen höchstwahrscheinlich zu zwei Aufeinandertreffen. Sowohl bei den Irish Open als auch beim Italian International ist dieses Duell möglich. „Es ist jedes Mal ein Riesen Kampf gewesen und es waren gute Spiele. Diese werden wir jetzt nachbereiten und dann haben wir in Irland und Italien theoretisch noch zwei Chancen es besser zu machen. Einmal wollen wir auf jeden Fall noch gewinnen.“, so Peter Käsbauer über dieses Phänomen.

 

Red

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