Italian International - Konon verpasst Coup - Zwiebler im Krimi geschlagen

Schon am heutigen Freitag standen die Endspiele des International Challenge Turniers in Mailand auf dem Programm. Mit dabei waren mit Olga Konon und Marc Zwiebler auch zwei Deutsche Stars, die sich den Titel in der italienischen Modestadt sichern wollten. Unsere Tageszusammenfassung:

Dameneinzel: Konon unterliegt Rhode (DEN) in Final-Neuauflage 


Olga Konon, die nach ihrem Turniersieg in der vergangenen Woche bei den Irish Open auch in dieser Woche als Mitfavoritin nach Mailand reiste, schaffte tatsächlich nur ein paar Tage später zum zweiten Mal in Folge den Sprung ins Finale. Und wie es der Zufall wollte traf sie in Mailand, wie schon in der Woche zuvor im Endspiel auf die junge Dänin Nathalie Koch Rhode, die sie vor einigen Tagen noch deutlich in zwei Sätzen bezwingen konnte. Konon war aber gewarnt, da die 21-jährige Dänin unter anderem im Viertelfinale die topgesetzte Deutsche Karin Schnaase ausschalten konnte. 


Es entwickelte sich ein ausgeglichener erster Satz in dem die Irish Open-Siegerin mit 18:16 in Führung gehen konnte. Dann riss bei Konon etwas der Faden, was ihre Gegnerin mit 5 Punktgewinnen in Folge direkt zu bestrafen wusste. Auch in Satz 2 sah es zu Beginn nicht gut aus, bis die Deutsche aus einem 7:9-Rückstand durch druckvolles Spiel eine 20:13-Führung formte, die sie nicht mehr hergab und somit einen dritten Durchgang erzwang. Hier konnte sich ihre Gegnerin nach ausgeglichenem Beginn mit 2 bis 3 Punkten Vorsprung absetzen, den Konon bis zum Ende nicht mehr aufzuholen vermochte. Damit verpasste die Deutsche ihren vierten Turniersieg in diesem Jahr denkbar knapp.


Herreneinzel: Marc Zwiebler vergibt Matchbälle 

 

Auch Marc Zwiebler traf in seinem Endspiel auf einen alten Bekannten. Auf den Franzosen Brice Leverdez traf er schon vor knapp zwei Wochen beim Superseries-Turnier in Hongkong. Dieses Duell konnte der Deutsche Meister in zwei Sätzen für sich entscheiden und ging somit als Favorit in das heutige Endspiel in Mailand. Und Tatsache, Zwiebler legte los wie die Feuerwehr und ging schnell mit 6:1 in Führung. Dieser Vorsprung hielt aber nicht lange, denn Leverdez kam immer besser in die Partie und erspielte sich im weiteren Verlauf immer größere Vorteile, so dass Satz 1 mit 21:17 an den Franzosen ging. Doch der Weltranglisten-24. schien von seinem ersten Satzverlust in dieser Woche wenig beeindruckt, denn zur Pause des zweiten Satzes hieß es 11:6 für den 31-jährigen Deutschen. Ein Vorsprung, den sich der achtmalige Deutsche Meister nicht nehmen ließ und kurz darauf mit 21:14 nach Sätzen ausgleichen konnte.

 

Im dritten Satz griff die gemeinsam erarbeitete Taktik mit dem betreuenden Herreneinzel-Bundestrainer Xu Yan Wang immer besser. Folge dessen war eine 11:6-Führung für Zwiebler vor dem letzten Seitenwechsel. Brice Leverdez, die aktuelle Nummer 38 der Weltrangliste, ließ trotz Rückstand nicht locker und machte es dem Deutschen weiterhin schwer. Spätestens beim Stand von 14:14 war der Franzose wieder im Spiel. Es entwickelte sich ein wahrer Krimi. Es ging hin und her bis sich Leverdez bei 18:16 erstmals mit zwei Punkten Unterschied absetzen konnte. Doch Zwiebler kämpfte sich famos zurück in die Partie und verzeichnete bei 20:19 für sich den ersten Matchball, den sein Gegner abwehren konnte. Es ging weiter Schlag auf Schlag. 21:22 - Matchball Leverdez, doch Zwiebler kontert. 23:22 - Matchball Zwiebler, abgewehrt. 24:23 - wieder Matchball für den Deutschen, wieder abgewehrt. Leverdez gelingen daraufhin drei Punkte in Folge. Das war's! Nach 67 Minuten Spielzeit verpasst Marc Zwiebler somit nach den Prague Open den zweiten Turniersieg in diesem Kalenderjahr.

 

Die Endspielergebnisse von heute gibt es hier

 

Red 


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