Marc Zwiebler - "Den Kopf nicht in den Sand stecken" 

Marc Zwiebler (Foto: Bernd Bauer)
Marc Zwiebler (Foto: Bernd Bauer)

Marc Zwiebler trifft in seinem heutigen Achtelfinale bei den Swiss Open auf den ehemaligen Weltranglistendritten Kenichi Tago aus Japan. Tago, der nicht mehr im Nationalkader der Japaner steht, reist auf eigene Verantwortung zu den jeweiligen Turnieren und scheint auf den ersten Blick weit entfernt von seinen besten Zeiten. Aktuell wird der Japaner auf Platz 72 der Weltrangliste geführt und steht damit über 50 Plätze hinter seinem Gegner. Trotz dieser Fakten können sich die Fans in der Baseler St. Jakobshalle auf ein spannendes Spiel einstellen. Tago zeigte sich in den vergangenen Tagen in starker Form. Das bewies er unter anderem in der zweiten Runde, als er Ajay Jayaram aus Indien (Weltranglistenplatz 20) in zwei Sätzen bezwingen konnte. Auch im direkten Vergleich liegt der Japaner mit 5:1 deutlich in Front.

Zwiebler, der am vergangenen Sonntag seinen 32. Geburtstag feierte, sprach in diesen Tagen offen über die Enttäuschung der letzten Woche. Der neumalige deutsche Meister sah in seinem Viertelfinale gegen den Dänen Hans-Kristian Vittinghus beim Stand von 20:18 im dritten Satz schon wie der sichere Sieger aus, doch konnte er keinen seiner beiden Matchbälle verwerten. "Nach den All England Open bin ich natürlich immer noch ein bisschen am Knabbern über den verpassten Halbfinaleinzug. Ich habe lange überlegt, ob es Sinn macht hier bei den Swiss Open zu spielen, oder ob ich lieber absagen sollte." Mit in diese Überlegungen ist auch eingeflossen, dass Zwiebler sich in seiner bisherigen Karriere nie richtig wohl in der Baseler St. Jakobshalle gefühlt hat. "Ich weiß gar nicht wann ich das letzte mal hier gespielt habe. Es muss ewig her sein. Ich weiß nur, dass ich in dieser Halle nie gut gespielt habe. Ich habe demnach auch keine guten Erinnerungen an das Turnier", so der Deutsche gegenüber Smashing-News.

 

Der 32-jährige entschied sich aber trotz großer Bedenken zu einem Start in der Schweiz. Zwiebler: "Ich habe mich entschlossen, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Das bringt nichts! Ich will es noch ein Mal hier probieren." In seinen bisherigen beiden Partien gegen den Schweizer Joel König und Kasper Lehikoinen aus Finnland hielt sich der Deutsche schadlos. Am heutigen Abend wartet mit Tago nun ein ganz anderes Kaliber. Das Spiel wird nicht vor 20 Uhr beginnen.

 

 

Red

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