Marc Zwiebler: "Es ging eigentlich nur noch über den Kampf"

Marc Zwiebler (Bild: Bernd Bauer)
Marc Zwiebler (Bild: Bernd Bauer)

Wir sprachen mit Marc Zwiebler in Anschluss an seinen Einzug ins Halbfinale der Swiss Open. Der Deutsche bezwang im gestrigen Viertelfinale mit Tien Chen Chou aus Taiwan die Nummer 8 der Weltrangliste in einem spannenden Badminton-Thriller. Nach 73 Minuten war Zwiebler mit 21:23, 21:14 und 21:19 siegreich. Das Match war gekennzeichnet von vielen langen Ballwechseln, wie zum Beispiel dem Matchball, den Zwiebler nach langem hin und her spektakulär mit einem getöteten Ball am Netz beenden konnte (Video siehe unten).

 

Marc Zwiebler über

...die Erinnerungen an Tien Chen Chou:

"Das Match war sehr schwer. Ich habe schon zwei Mal gegen ihn im Finale der Bitburger Open verloren. Deswegen war ich vor dem Spiel nicht so richtig optimistisch."

 

...den Spielverlauf:

"Im ersten Satz habe ich gut angefangen, doch ab 17:10 hat er fehlerfrei und nahezu perfekt gespielt und ich nicht ganz so gut. Der zweite und dritte Satz ging eigentlich nur noch über den Kampf. Am Ende wurde es ganz, ganz eng."

 

...das Gefühl unmittelbar nach dem Matchball:

"Es ist besonders schön, so einen knappen Sieg zu erlangen, nachdem ich letzte Woche bei All England knapp in drei Sätzen verloren habe. Der letzte Ballwechsel war auf jeden Fall ziemlich knapp. Ich habe den Ball gerade noch so am Netz weggetötet."

 

... seinen heutigen Gegner Henri Hurskainen:

"Ich denke gegen Henri ist es immer schwer. Ich habe zwar noch nie gegen ihn verloren (direkter Vergleich 8:0 für den Deutschen, Anm. der Redaktion), auch zuletzt bei der Team-EM, aber er kann schon sehr gut spielen. Bei der Team-Em hat er beispielsweise Brice Leverdez geschlagen und auch hier in zwei Sätzen Sho Sasaki besiegt, was auf jeden Fall außergewöhnlich ist. Natürlich hatte er bisher eine relativ gute Auslosung, dazu gestern noch das Walkover gegen den starken Chinesen Xue Song. Deswegen ist er mit Sicherheit frischer als ich, aber ich habe die Hoffnung, dass er vielleicht etwas den Turnierrhythmus verloren hat."

 

... sein persönliches Befinden:

"Ich habe gestern Abend ein bisschen Energie tanken können und bin erst heute Abend wieder dran. Ich gehe heute wieder raus und probiere mein Bestes. Mehr kann ich nicht tun!"

 

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