Frischer Wind aus dem Süden: TSV Freystadt gelingt Aufstieg in Liga 1

Bild: Marcus Mehlich
Bild: Marcus Mehlich

Aus dem Süden gibt es in der kommenden Saison mit dem TSV Freystadt erneut ein neues Gesicht in der 1. Badminton Bundesliga. Schon vor dem letzten Spiel brachten die Oberpfälzer den Aufstieg unter Dach und Fach und freuen sich nun auf das Abenteuer Bundesliga. Doch woher kommt der Bundesliganeuling eigentlich und was kann man von der interessanten Mischung aus jungen deutschen Spielern und erfahrenen Routiniers erwarten?

 

Schon vor dem letzten Punktspielwochenende war dem TSV Freystadt der Aufstieg in die erste Bundesliga nur noch theoretisch zu nehmen und durch einen Sieg im vorletzten Spiel gegen Schorndorf wurden auch die letzten Zweifel beseitigt. Zwar landete das bayrische Team am Ende auf Platz zwei, hinter der Reserve des BC Bischmisheim, diese können allerdings nicht aufsteigen, da die erste Mannschaft des BCB bereits in der höchsten Spielklasse aufschlägt. Dadurch fällt das Aufstiegsrecht im Süden an den Vizemeister und es war klar: Freystadt spielt in der Saison 16/17 erstklassig!

 

Johannes Pistorius (Bild: Bernd Bauer)
Johannes Pistorius (Bild: Bernd Bauer)

Beeindruckende Entwicklung:

Doch wer sind diese Freystädter eigentlich, die bis vor wenigen Jahren sicher noch kaum ein Badmintonspieler kannte? Die Historie des noch jungen Vereins aus der Oberpfalz ist kurz aber dafür umso beeindruckend. Erst 1995 wurde die Badmintonabteilung des TSV Freystadt, in der nicht einmal 9000 Einwohner fassenden Stadt südlich von Nürnberg  gegründet und ist nun, nach nur 21 Jahren, schon in der höchsten deutschen Spielklasse angekommen.

 

Mit vielen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs, wie beispielsweise Nationalspieler Johannes Pistorius, konnte der Verein 2009 und 2010 zwei deutsche Schülermannschaftsmeisterschaften gewinnen und genau diese Eigengewäche halfen dann in den folgenden Jahren auch im Erwachsenenbereich beim stetigen steilen Aufstieg. 2013 war man bereits in der 2. Bundesliga angekommen und nur drei Jahre später gelingt dem Team, mit einer erfolgreichen Mischung aus jungen Nachwuchstalenten und erfahrenen Routiniers wie Oliver Roth oder Vladislav Druzhchenko, nun der ganz große Coup.

 

Man darf gespannt sein wie es für das Team um Manager Stephan Pistorius in der 1. Bundesliga weitergehen wird. Ein Großteil der Mannschaft wird vermutlich unverändert bleiben und man möchte sicher weiterhin auf die bewehrte Mischung aus Jugend und Erfahrung bauen . Ob der 43 (!) jährige Altmeister Druzchenko, der den Verein durch seinen großen Erfahrungsschatz in den vergangenen Jahren weiter voran gebracht hat, in der kommenden Saison noch einmal auflaufen wird ist unklar. Mit Lukas Schmidt konnte der Aufsteiger allerdings auch schon einen namhaften Neuzugang vermelden, der dabei helfen soll, dass der rasante Aufstieg von Freystadt nicht ins Stocken kommt.

 

(Alles zum Aufstiegkrimi in der 2. Bundesliga Nord erfahrt ihr morgen)

 

Red

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