Fuchs und Schöttler bangen um Rio

Es läuft noch nicht so richtig rund in diesem Kalenderjahr für Deutschlands Herrendoppel Nummer eins. Konnten Michael Fuchs und Johannes Schöttler im vergangenen Dezember noch satte Punktesummen für die Weltrangliste einfahren, so warten die beiden im Jahr 2016 noch immer auf ihren ersten großen Coup. Vom Glück waren die Spieler des BC Saarbrücken-Bischmisheim in der laufenden Olympiaqualifikation nun wirklich nicht verfolgt.

Gerade Johannes Schöttler, der sich gleich zu Beginn der Qualiphase schwerwiegend an der Hüfte verletzt hatte, erlitt immer wieder gesundheitliche Rückschläge. In den vergangenen drei Wochen ging die Paarung in Indien, Malaysia und Singapur an den Start dreimal war in der ersten Runde Endstation. Besonders bitter war die Niederlage am vergangenen Mittwoch bei den Singapore Open gegen die japanische Paarung Endo / Hayakawa (Nr. 6 der Weltrangliste). Mit 23:25 im dritten Satz und zwei vergebenen Matchbällen gingen die Deutschen vom Feld nicht die erste hauchdünne Niederlage in der Qualifikationsphase.

 

Dennoch lagen Fuchs und Schöttler noch bis vor wenigen Wochen in den Olympiarängen doch nun wurden sie von Issara / Puangpuapech (Thailand) und Wacha / Cwalina (Polen) überholt und finden sich vor dem letzten Turnier vor Ende des Race to Rio erstmals in der Jägerrolle. Aktuell liegen Fuchs und Schöttler in der Weltrangliste auf Rang 29. Da in der bereinigten Rangliste aber viele Paarungen aus dem Raster fallen, liegen sie hier nur wenige Punkte hinter dem 14. Qualifikationsplatz. Der Rückstand auf die Polen beträgt nur knappe 529 Punkte. Bei einem Punktestand von 36 246 ist das nur ein Katzensprung, doch natürlich können auch die Polen auf der Zielgerade noch Punkte sammeln.

 

 

Die Startplätze 15 und 16 für Rio gehen momentan als Kontinantalplätze an eine Amerikanische (Weltrangliste Nr. 35) und an eine Südafrikanische Paarung (Weltrangliste Nr. 49). Falls die Südafrikaner noch aus den Top 50 der Weltrangliste fallen, so könnte auch ihr Platz noch an die Deutschen gehen. Andererseits könnte aber auch eine Paarung aus Australien noch den Sprung in die Top-50 schaffen, sodass den Spitzenteams nur noch 13 statt 14 Plätzen zur Verfügung stehen. In diesem Fall müssten die Fuchs und Schöttler sowohl die Polen als auch die Thailänder (575 Punkte Vorsprung) überholen, um in Rio mit dabei zu sein.

 

Es kann also noch viel passieren, am liebsten wäre es Michael Fuchs aber natürlich, wenn man die Qualifikation mit einem guten Ergebnis bei den Europameisterschaften selbst perfekt machen könnte. Um nochmal ordentlich zu punkten wäre hier das Erreichen des Halbfinals allerdings fast schon Pflicht. Selbst wenn es in den ersten beiden Runden perfekt laufen sollte, wartet im Viertelfinale wohl mit den stark gesetzten Dänen Mads Pieler Kolding und Mads Conrad-Petersen ein richtiger Brocken. Natürlich hätten wir eine bessere Auslosung bekommen können, aber da müssen wir jetzt durch, erklärt Fuchs kämpferisch.

 

Thomas Fuchs

 


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