EM Finals: Vier Titel an Dänemark, Marin siegt im Dameneinzel

Wieder einmal konnte Dänemark seine europäische Vormachtstellung untermauern und sicherte sich vier der fünf EM Titel im französischen La Roche sur Yon. Lediglich Carolina Marin durchbrach die dänische Dominanz durch ihren Sieg im Dameneinzel. Für den deutschen Badmintonverband standen am Ende fünf Viertelfinalteilnahmen und die Bronzemedaille durch Marc Zwiebler, der damit zum dritten Mal den Sprung auf das Podest bei einer EM geschafft hat.

Den Auftakt zum Finaltag machte das rein dänische Mixedfinale und es brachte die frenetisch jubelnden Fans in Frankreich direkt in Stimmung. Nach packenden 80 Spielminuten triumphierten die Favoriten Joachim Fischer Nielsen und Christinna Pedersen gegen die Überraschungsfinalisten Niclas Nohr und Sara Thygesen mit 19:21 21:13 und 21:17. Die Topgesetzten Engländer Gaby und Chris Adcock schieden überraschend im Viertelfinale aus und gingen damit leer aus.

 

Es ist einer der ersten ganz großen Titel im Erwachsenenbereich für Viktor Axelsen. Im Endspiel setzte er sich gegen Landsmann und Titelverteidiger Jan O Jorgensen mit 21:11 und 21:16 durch und krönt sich damit zum Europameister. Nach vielen bitteren Finalniederlagen in den letzten Monaten ist es für Axelsen der erste ganz große Turniersieg seit seinem Swiss Open Erfolg 2014. Nach sechs Duellen steht es nun drei zu drei im direkten Vergleich mit Jorgensen. Beide werden Dänemark auch bei Olympia vertreten.

 

Im Dameneinzel gab es keine Überraschung. Die haushohe Favoritin Carolina Marin wurde ihrer Rolle gerecht und ließ Kirsty Gilmour im Finale keine Chance. Im gesamtem Turnier zeigte sich die amtierenden Weltmeisterin, mit einer kleinen Ausnahme in ihrem Auftaktmatch, stets hoch konzentriert und gewann nach ihrem EM Titel in Kasan nun bereits ihr zweites Gold.

 

Auch in den Doppeldisziplinen jubelten am Ende die Dänen. Genau wie Marin im Dameneinzel wurden Christinna Pedersen und Kamilla Ryter Juhl ebenfalls ihrer Favoritenrolle gerecht und setzten sich gegen Selena Piek und Eefje Muskens mit 21:18 und 21:17 durch. Im Herrendoppel war ein dänischer Erfolg aufgrund des rein dänischen Finals zwischen Mads Pieler Kolding und Mads Conrad und Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen schon vorher klar. Hier gab es zum Abschluss des Tages aber noch einmal einen echten Krimi, bei dem Conrad und Kolding das bessere Ende für sich hatten. 14:21 21:18 und 21:13 lautete das Endergebnis nach über 70 Minuten Spielzeit für die Nummer neun der Welt.

 

Überschattet wurde der Finaltag am Abend dann aber noch von einer traurigen Nachricht. Die Topgesetzten Russen und All England Sieger Ivanov/Sozonov mussten im Halbfinale beim Stand von 17:16 aufgrund einer schweren Verletzung von Sozonov aufgeben. Heute folgte dann die schlimme Diagnose: Aufgrund eines Achillessehnenrisses zerplatzt nun wohl für beide der große Traum von Olympia in Rio.

 

Red

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0