Titelverteidigung geglückt

Foto: Claudia Pauli
Foto: Claudia Pauli

Der BC Bischmisheim ist deutscher Mannschaftsmeister der Saison 2015/2016. Im Finale bezwangen die Saarländer den SC Union Lüdinghausen und sicherten sich damit den siebten Titelgewinn der Vereinsgeschichte und die erfolgreiche Titelverteidigung, nach dem souveränen Erfolg aus dem Vorjahr. Beide Doppel sowie das 1. Herreneinzel und das Dameneinzel gingen an die Gastgeber und brachten mit dem daraus resultierenden 4:0 die Vorentscheidung.

Schon vor dem großen Finale gab es eine schlechte Nachricht nach der anderen für den SC Union Lüdinghausen. Durch den Einsatz in der County League konnte der SCU im Finale nicht auf Doppelstammkraft Matthew Nottingham zurückgreifen und kurz vor dem Endspiel dann auch noch Gewissheit, dass Doppelspezialistin Eefje Muskens nicht zur Verfügung stehen würde. Denkbar schlechte Voraussetzungen, um den haushohen Favoriten Bischmisheim vom Bundesligatron zu stürzen.

 

Von Anfang an deutete auch alles auf ein sehr kurzes und spannungsarmes Finale hin. Das Damendoppel brachte den ersten Punkt für den Titelverteidiger mit 21:19 und 21:13. Nach dem Ausfall von Eefje Muskens musste Lüdinghausen mit Karin Schnaase und Yvonne Li zwei Einzelspezialistinnen aufs Feld schicken. Bischmisheim konnte neben Olga Konon, die für die verletzte Samantha Barning einsprang, immerhin auf Doppelexpertin Isabel Herttrich vertrauen, die am Ende den Unterschied machte. Auch das Herrendoppel mit Michael Fuchs und Marc Zwiebler (eine Paarung die sich schon im Vorjahresfinale bewährt hatte) gelang nach einem Strauchler im zweiten Satz am Ende ein ungefährdeter 21:8 12:21 21:8 Sieg und damit das 2:0 für den BCB.

 

Lüdinghausen stand nun bereits mit dem Rücken zur Wand, denn Einzelspezialist Yuhan Tan, der es mit Marc Zwiebler zu tun bekam, kam nach über 30 Reisestunden aus China erst kurz vor Spielbeginn in Saarbrücken an. Die Strapazen waren dem Belgier sofort anzumerken und nach einem chancenlosen 7:21 gab er den zweiten Satz kampflos ab. Somit konnte Olga Konon gegen die 17 Jahre junge Yvonne Li bereits alles klar machen.

 

Viele freuten sich bereits auf ein spannendes Match zwischen Olga Konon und Karin Schnaase, doch Schnaase hatte in den vergangenen Wochen mit einer Verletzung zu kämpfen, weshalb ihre Teamkollegin Yvonne Li, die bei den letzten Turnieren tolle Leistungen zeigte, den Vorzug bekam. Diese bestätigte Li prompt und brachte noch einmal richtig Spannung in die Partie. Nach verlorenem ersten Satz und Rückstand in Durchgang zwei kämpfte sich das Nachwuchstalent zurück und hatte im dritten Satz sogar drei Matchbälle. Das Spiel drohte zu kippen, doch Olga Konon zeigte am Ende ihre ganze Klasse wehrte alle Matchbälle ab und holte den entscheidenden Punkt mit 23:21 Entscheidungssatz.

 

Die Stimmen der beiden Mannschaften zum Spiel gibt es hier:

 

Red


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