Der verdiente Lohn eines großen Kämpfers

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Es gibt wohl kaum einen Spieler, dem man einen Erfolg mehr gönnen würde als Hans-Kristian Vittinghus. Schon seit Jahren begeistert der sympathische Däne mit seinem großen Kampfgeist, aufopferungsvollen Hechteinlagen und gehört zurecht zur absoluten Weltspitze. Doch während der ganzen Zeit stand er stets im Schatten von großen Landsmännern wie Gade oder aktuell Jorgensen und Axelsen. Doch Letzterem hat er durch seinen heutigen Sieg bei den Australien Open nun etwas ganz großes voraus.

Nummer 13 der Welt und keine Chance auf ein Ticket für Olympia. Alles andere als eine leichte Situation für einen Badmintonprofi, vor allem für jemanden wie Hans-Kristian Vittinghus der seinen Sport wie wohl kaum ein Anderer lebt. Dennoch demonstriert er durch seine faire, offene und ehrliche Art auf den sozialen Netzwerken auch nach bitteren Niederlagen regelmäßig, was für ein großer Sportler er ist. Den großen Traum von Rio verpasst, doch wo viele Spieler eher ein Karriereende in Betracht gezogen hätten, verlor Vittinghus nie seinen unvergleichlichen Kampfgeist und den Optimismus. All das wurde nun durch seinen bisher größten Individualerfolg belohnt, nachdem er das dänische Team bereits vor einigen Wochen mit zum Team WM Titel führte.

 

Auch Überraschungsfinalist Jeon Hyeok Jin aus Korea konnte ihn im heutigen Endspiel der Australien Open nicht stoppen. 21:16 19:21 21:11 hieß es nach 71 Minuten Spielzeit und Vittinghus konnte seinen Emotionen freien Lauf lassen. Es war die Krönung einer phänomenalen Turnierwoche, dank der er nun auch etwas hat, um das ihn Landsmann Viktor Axelsen sicher beneiden wird. In fünf Finalanläufen gelang dem Shootingstar und der aktuellen Nummer vier der Welt noch kein Sieg bei Superseries Events, Vittinghus konnte nun schon seine erste Chance nutzen.

 

Auch wenn es sicher noch viele andere Stars gibt, die einen Superserieserfolg verdient hätten, so gibt es wohl kaum einen Spieler, dem man ihn mehr gönnt als der dänischen Nummer drei. Auch die Reaktionen nach dem Matchball sprachen Bände. Vittinghus fällt jubelnd auf die Knie und Standing Ovations vom australischen Publikum - wohl kaum ein Sieg könnte besser zeigen, dass sich kämpfen immer lohnt.

 

Red

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