Bundesliga: Das Transferkarussel dreht sich

Starker Neuzugang für Bonn: Akshay Dewalkar (Foto: 1. BC Bonn)
Starker Neuzugang für Bonn: Akshay Dewalkar (Foto: 1. BC Bonn)

Nur noch knapp zwei Monate bis zum Start der neuen Bundesligasaison, bei der erstmals sieben Spiele pro Begegnung ausgetragen werden. Eine Veränderung, auf die sich natürlich auch die zehn Mannschaften der höchsten deutschen Spielklasse personell anpassen müssen. Daher gibt es viele interessante Wechsel und hochkarätige Neuzugänge, auf die sich alle Badmintonfans in der kommenden Saison freuen dürfen.

Topstar für Bonn, Glücksgriff für Trittau:

Sowohl der BC Bonn Beuel als auch der TSV Trittau konnten für die kommende Saison einen Asiaten für sich gewinnen, doch beide Transfers könnten wohl kaum unterschiedlicher sein. So verpflichtet Bonn mit dem Inder Akshay Dewalkar einen bekannten internationalen Topdoppelspieler, der mit seinem Partner Jerry Chopra aktuell auf Platz 29 der Weltrangliste rangiert und den Sprung nach Olympia nur knapp verpasste.


Kilasu Ostermeyer, die ab kommender Saison für den TSV Trittau aufschlagen wird, ist dagegen wohl kaum einem Badmintonfan ein Begriff, doch die 19 jahre Junge deutsch-thailändische Doppelspezialistin dürfte sich als echter Glücksfall für die Nordlichter entpuppen. Bis im vergangenen Jahr war Ostermeyer noch in der thailändischen Jugendnationalmannschaft aktiv, wollte sich aber nicht mehr mit der Doppelpartnerpolitik ihres Verbandes abfinden und entschloss in das Heimatland ihres Vaters zu ziehen. Seit einigen Monaten lebt die Sechste der letztjährigen Jugend-WM nun in der Nähe von Hamburg und hat inzwischen durch Trittau ihren Weg in die Bundesliga gefunden. Außerdem gibt es noch weitere Verstärkung aus dem Ausland. Mit Job Castillo aus Mexiko und der jungen Sara Penalver Pereira aus Spanien schlagen kommenden Saison zwei weitere Exoten für den Vorjahressiebten auf und komplettieren damit aller Voraussicht nach den Kader.

 

Großer Umbruch bei Düren:

Die Bundesliga kann sich zudem auf eine weitere Olympiateilnehmerin für Rio freuen. Mit Maria Ulitinia aus der Ukraine kann Düren einen starken Neuzugang für das Dameneinzel vermelden, welcher es Karin Schnaase und Olga Konon in der kommenden Spielzeit durchaus schwer machen könnte. Außerdem konnten die Dürener mit Jelle Maas und Mark Caljouw zwei starke Holländer ergattern, dem gegenüber stehen die Abgänge von David Obernosterer, Woijciech Skudlarzyk und Viktoria Slobodjanuk. Man darf auf das Team aus Düren gespannt sein, das also auch wie in den Vorjahren mit großen personellen Veränderungen starten wird.

 

Auch ligaintern gab es bereits einige Transfers. So wechselt der eben angesprochene Österreicher David Obernosterer zum TSV Neuhausen-Nymphenburg und wird kommende Saison für die Münchner aufschlagen. Nanna Vainio, ehemals Trittau, wird kommendes Jahr für die Bundesliganeulinge aus Freystadt auf Punktejagd gehen, genauso wie Lukas Schmidt, der in der vergangenen Spielzeit hauptsächlich für das zweite Team von Bischmisheim auflief. Der zweite Aufsteiger aus Langenfeld konnte sich bisher mit Wojciech Skudlarzyk von Düren verstärken.

 

Wenig Veränderungen bei den Topclubs:

Bei den Playofffinalisten des letzten Jahres gab es bislang keine großen Veränderungen. Branchenprimus Bischmisheim würde aufgrund seines breiten Kaders wohl auch ohne Neuzugänge erneut als Favorit in das Meisterrennen gehen, doch Vizemeister Lüdinghausen muss nach dem Abgang von Doppelexperte Matthew Nottingham und der Aufstockung auf sieben Spiele sicher noch nach dem ein oder anderen Doppelspieler ausschau halten, um weiter ganz oben mitspielen zu können.

 

Es bleibt die Frage ob die Verfolger dadurch aufholen können. TV Refrath hat mit Giap Chin Goh einen weitestgehend unbekannten Malayen verpflichtet, der aber schon starke internationale Ergebnisse vorzuweisen hat und auf den man gespannt sein darf. Beuel konnte neben dem bereits erwähnten Inder Dewalkar den schottischen Doppelspezialisten Patrick MacHugh verpflichten, Mülheim sicherte sich mit Gayle Mahulette aus den Niederlanden die Dienste eines aufstrebenden Einzeltalents und hat mit Robin Tabeling (ebenfalls Niederlande) und Zvonimir Hoelbling aus Kroatien zudem noch zwei weitere starke Doppelherren im Aufgebot der kommenden Saison.

 

Die Wechselfrist geht noch bis zum 31.7. Bis dahin haben alle Teams noch die Chance, sich personell bestmöglich auf die neuen Bedingungen der kommenden Saison einzustellen. Die bisheringen Wechsel versprechen aber bereits einiges an Spannung und die Fans dürfen sich auf viele neue Stars und interessante Talente freuen.

 

Red

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