Eine Olympiahoffnung vor dem Aus: Dopingverdacht gegen Ratchanok Intanon

Bild: Bernd Bauer
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Nach der Sperre von Kento Momota droht dem Badminton nun der nächste Skandal und Ausfall eines Medaillenfavoriten. Ratchanok Intanon wurde während des Uber Cups im Mai auf eine bisher noch nicht veröffentlichte Substanz in der A- Probe positiv getestet. Die BWF kündigte eine endgültige Entscheidung am Montag an, sollte die B-Probe ebenfalls positiv sein, würde das eine Sperre und das Olympiaaus für Intanon bedeuten.

Sollten sich die Befürchtungen bestätigen wäre es für sie und ihr ganzes Land ein harter Schlag. Die ehemalige Weltmeisterin galt nach Topergebnissen in den letzten Monaten als eine der Mitfavoritinnen auf Olympiagold und wurde von Thailand sogar zur Fahnenträgerin ernannt.

 

Thailändischen Medienberichten zufolge sollen eine Injektion ins Knie aufgrund einer Verletzung der Grund für die verbotenen Substanzen sein. Der Verband hatte die BWF um eine zügige Entscheidung vor der Meldefrist für Olympia gebeten.

 

Das könnte auch bittere Folgen für Inthanons Landsfrau Porntip Buranaprasertsuk haben. Diese rettete sich mit dem letzten Turnier der Qualiphase exakt auf Platz 16 der Weltrangliste und sicherte Thailand dadurch den zweiten Startplatz. Sollte Inthanon nun aber nicht nach Rio fahren dürfen, hätte der Verband nur noch einen Platz zur Verfügung, den er einer beliebigen Spielerin, die die Qualinorm erfüllt hat, geben kann. Mit Jindapol und Ongbamrungphan hat sie hier zwei starke Konkurrentinnen. Nach schwachen Leistungen in den letzten Wochen könnte für Buranaprasertsuk, wie für Ratchanok Intanon, aus dem Olympiatraum nun also auch noch ein Alptraum werden.

 

Red

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