Karin Schnaase unterliegt der Silbermedaillengewinnerin von London

Foto: Claudia Pauli
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Olympia-Debütantin Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) hat in Rio den Einzug ins Viertelfinale des Dameneinzelwettbewerbs verpasst. Zwei Tage nach ihrem 21:14, 21:19- Auftakterfolg über die Irin Chloe Magee (Weltranglistenplatz 58) unterlag die 31 Jahre alte Weltranglisten-28. aus Deutschland am Sonntag (14. August) in ihrem zweiten und damit letzten Vorrundenspiel in der Gruppe P der an Nummer zwei gesetzten Weltranglistenzweiten Wang Yihan aus China mit 11:21, 16:21 und beendete die  Gruppenphase entsprechend auf Tabellenrang
zwei.

In die K.-o.-Runde ziehen in den Einzeldisziplinen ausschließlich die jeweiligen Gruppensieger ein. Grundsätzlich beginnt diese Runde im Dameneinzel und im Herreneinzel mit dem Achtelfinale. In beiden Disziplinen wird allerdings der Tabellenerste der Vorrundengruppe P – wie die Spitzenreiter der Gruppen A und E – im Achtelfinale mit einem Freilos bedacht. Daher hätte Karin Schnaase im Falle eines Sieges über Wang Yihan, die Olympiazweite von 2012, bereits im Viertelfinale gestanden.


Auch Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) schloss die Vorrunde in seiner Gruppe auf Tabellenrang zwei ab. Zwei Tage nach seiner 21:9, 17:21, 7:21-Niederlage gegen den Iren Scott Evans (Weltranglistenplatz 72) bezwang der 32 Jahre alte Weltranglisten-14. aus Deutschland als Nummer zwölf der Setzliste im Herreneinzel am Sonntag den Brasilianer Ygor Coelho de Oliveira (Weltranglistenplatz 64) souverän mit 21:12, 21:12. Da Scott Evans den Lokalmatador zuvor ebenfalls besiegt hatte, sicherte sich der Ire die Spitzenposition in der Gruppe K und damit die Qualifikation für das Achtelfinale.

 

Da auch die Doppel des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) den Einzug in die K-o.-Runde verpassten, wird das olympische Badmintonturnier am Montag (15. August) ohne deutsche Beteiligung fortgesetzt. „Unser Fazit fällt zweigeteilt aus: Zum einen ist da natürlich die Enttäuschung, weil wir die von uns gesteckten, hohen Ziele – nämlich in Richtung einer Medaille zu kämpfen – nicht erreicht haben. Andererseits haben wir viele gute Leistungen gebracht. Diese haben zwar nicht unbedingt zu einem Sieg geführt, aber wir waren häufig an unserer Bestleistung dran“, meinte Chef-Bundestrainer Holger Hasse nach dem letzten Spiel in Rio unter Beteiligung von Athleten des DBV.

 

Claudia Pauli
(Pressesprecherin DBV)

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