Tag 5: Europa schwächelt - Drama im Herrendoppel

Aus im Viertelfinale für Muskens/Piek (Bild: Bernd Bauer)
Aus im Viertelfinale für Muskens/Piek (Bild: Bernd Bauer)

Was für eine Session am Vormittag des 5. Tages des olympischen Badmintonturniers. Die ersten Viertelfinalspiele im Damen- und Herrendopppel waren geprägt von absolut spannendend Matches. Von elf ausgetragenen Partien endeten gleich sechs in drei Sätzen. Aus europäischer Sicht begann der Tag durchwachsen. Jan O. Joergensen im Herreneinzel, das Damendoppel Muskens/Piek und die russischen All England-Sieger Ivanov/Sozonov mussten sich allesamt geschlagen geben.

Drama im Herrendoppel - Briten stark:

Vor allem die vier Viertelfinalpartien im Herrendoppel waren an Spektakel und Dramtik kaum zu überbieten. Gleich zu Beginn wehrte Chinas Top-Paarung Fu Haifeng/Nan Zhang gegen Kim/Kim beim 11:21, 21:18 und 24:22-Erfolg drei Matchbälle ab. Währenddessen ist das russische Märchen in Brasilien beendet. Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov mussten sich dem zweiten chinesisischen Duo Chai/Hong ebenfalls in drei Sätzen geschlagen geben. Die nächste Überraschung gab es daraufhin in der Partie der Weltranglistenersten Yoo/Lee gegen Malaysias Goh/Tan. Nach 88 dramatischen Minuten endete die Partie mit dem besseren Ende für die Weltranglisten-12. aus Malaysia. Die Top-Favoriten aus Korea verpassen damit überraschend eine Medaille.

Währenddessen zogen Marcus Ellis und Chris Langridge durch ein 21:19 und 21:17 gegen Endo/Hayakawa in die Runde der letzten vier ein. Ein riesen Überraschung und einer der wenigen Lichtblicke für das euopäische Badminton am Vormittag. 

Joergensen raus - Wan Ho Sho nervenstark:

Im Herreneinzel erwischte es im Achtelfinale mit Jan O. Joergensen einen der erweiterten Medaillenfavoriten. Der Däne unterlag Srikanth Kidambi (Indien) nach zwei knappen Sätzen mit 19:21 und 19:21. Im asiatischen Duell behielt Wan Ho Sho über Ng Ka Long, dem Bitburger Open Sieger von 2015, die Oberhand. Eine souveräne Vorstellung lieferte währenddessen Tien Chen Chou aus Taiwan ab. Er ließ Altmeister Hu Yun (Hongkong) beim 21:10 und 21:13 keine Chance und fordert nun im Viertelfinale Superstar Lee Chong Wei. 

Japans Gold-Hoffnung beißt sich durch - Muskens/Piek knapp geschlagen:

Über drei Sätze gehen musste auch das topgesetzte Duo Matsutomo/Takahashi im Damendoppel. Die beiden Japanerinnen bezwangen Hoo/Woon mit 21:16, 18:21 und 21:9. 

Christinna Pedersen und Kamilla Rytter-Juhl sind nach dem Ausscheiden des niederländischen Duos Muskens/Piek (Dreisatzniederlage gegen Jung/Shin aus Korea) die letzte verbliebene europäische Paarung im Damendoppel. 

Chinas Farben im Halbfinale werden weiterhin durch Tang/Yu vertreten. Die Weltranglistenzweiten bezwangen die nur zwei Plätze hinter ihnen notierten Maheswari/Polii aus Indonesien mit 21:11 und 21:14.

 

Am Nachmittag folgen die restlichen Achtelfinalspiele im Damen- und Herreneinzel, sowie die beiden Halbfinalspiele im Mixed. Alle Ergebnisse gibt es hier.

 

Red 

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