Interview mit Dieter Domke

Smashing-News: Hallo Dieter, was war der ausschlaggebende Punkt für dein internationales Karriereende?

 

Dieter Domke: Leider haben mich etliche Verletzungen in meiner Karriere immer wieder nach hinten geworfen. Anfang des Jahres plagten mich wieder Schmerzen in meinem Knie und auf Grund dessen musste ich die sportlichen Höhepunkte meiner Saison wie beispielsweise den Thomas-Cup und die Europameisterschaften im Mai absagen. Dieser Rückschlag war dann einer zu viel. Da ich im Sommer mein Bachelorstudium beendet habe, erschien mir das Timing für mein Karriereende passend und richtig! 

 

 

SN: War eine mögliche Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in deinem Hinterkopf?

 

DD: Tokio 2020 war für mich kein Thema, da ich zum einen nicht weiß ob mein Körper es noch so lange mitmachen würde und zum anderen ist für mich ein Wechsel an den Stützpunkt Mülheim, den im nächsten Jahr für die Einzelspieler bevorsteht, nicht in Frage gekommen! 

 

 

SN: An welche Momente erinnerst du dich am liebsten wenn du auf deine Karriere zurückblickst?

 

DD: Mit der Nationalmannschaft hatte ich eine Menge schöne Erlebnisse. Die Thomas-Cup Turniere waren immer etwas besonderes! Für mich persönlich war der Thomas-Cup 2008 in Jakarta der schönste, da die Atmosphäre unbeschreiblich war und ich bei meinem ersten Thomas-Cup die Ehre hatte gegen Taufik Hidayat in seiner Heimhalle spielen zu dürfen. Es war so laut, dass ich meine eigenen Schläge nicht hören konnte. 

 

 

SN: Was würdest du im Nachhinein als deinen größten Erfolg bezeichnen? 

 

DD: Meine größten Erfolge waren zum einen der Europameister-Titel mit der Mannschaft in Russland als auch die Bronzemedaille in Baku bei den European Games im letzten Sommer. Vor allem Baku war eines der Highlights in meiner Karriere! 

 

 

SN: Wie geht es in naher Zukunft für dich weiter? Bleibst du dem Sport in irgendeiner Form verbunden?

 

DD: Ich werde demnächst nach Hamburg ziehen um mich dort auf meinen Masterabschluss fokussieren. Auch kümmere ich mich um meine Firma, die ich dieses Jahr mit meinem Cousin gegründet habe. Worum es da geht, werdet ihr bald erfahren. Dem Badmintonsport bleibe ich natürlich auch noch erhalten, da ich beim BC Bischmisheim meine Pflichten in der Bundesliga noch nachkommen möchte und dafür mehrmals in der Woche mit Leuten wie Sven-Eric Kastens, Nicolai Persson, Sebastian Schöttler trainieren werde. Wenn die Zeit es erlaubt werde ich nächstes Jahr noch ein bis zwei Praktika machen, um Erfahrungen zu sammeln, die mich dann hoffentlich auch bei meinen eigenen Unternehmungen weiter bringen! Mir wird also sicher nicht langweilig und ich freue mich sehr auf die kommende Zeit!

 

SN: Vielen Dank! Wir wünschen dir viel Glück und Erfolg für die Zukunft!

 

Red

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