Bundesligastart mit großen Veränderungen

Foto: Marc Pastoors
Foto: Marc Pastoors

Exakt vor 195 Tagen absolvierte der  Badminton-Bundesligisten 1. BV Mülheim sein letztes Ligaspiel. Die lange Wartezeit ist am kommenden Wochenende zu Ende, wenn der deutsche Rekordmeister mit einem Doppelspieltag gegen den 1. BC Beuel und den 1. BC Düren in die Saison 2016/17 startet.


Selbst der fachkundige Zuschauer wird sich dann auf etliche Neuerungen einstellen müssen. Zum einen wurde die heimische Mannschaft einem wahren Facelifting unterzuzogen, denn neben dem Trainer geben gleich fünf neue Spieler ihr Mülheimer Bundesligadebüt. Zum anderen besteht zukünftig eine Bundesligapartie aus sieben Spielen, nachdem in der Liga der Wunsch nach einem zweiten Herrendoppel laut geworden ist. Zu guter Letzt wird ab sofort jedes Spiel im Best-of-five-Modus ausgetragen, wobei jeder Satz nun schon bei elf Gewinnpunkten entschieden ist.

Scheinbar einzig und allein die beiden Auftaktgegner scheinen altbekannt zu sein. Am ersten Spieltag empfangen die Mülheimer den 1. BC Beuel. Die Spiele gegen die Bonner verliefen in den letzten Jahren stets auf des Messers Schneide. Unvergessen sind dabei die Halbfinalpartien 2014 und 2015 als die Rheinländer jeweils nur denkbar knapp besiegt wurden. Auch die beiden Remis in der abgelaufenen Saison zeugen davon, dass man sich stets auf Augenhöhe begegnet. Insofern spekuliert der neue BVM-Coach, Steffen Hohenberg, mit einer erfolgreichen Trainerpremiere: „Gerade mit dem neu formierten Team ist Bonn ein starker Gegner. Da sie jedoch zwei Ausfälle zu verkraften haben, rechnen wir uns aber durchaus Chancen aus.“ Mit gleich zwei Teilnehmern der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro werden die Mülheimer antreten. Neben Johanna Goliszewski wird ab sofort auch Niluka Karunaratne aus Sri Lanka für den BVM zum Schläger greifen. Zwar rangiert der Einzelspezialist derzeit nur auf Weltranglistenplatz 82, das Potential ist dennoch durchaus größer.


Wer zum Heimspiel gegen den 1. BC Beuel rechtzeitig in der Halle sein möchte, der muss am Samstag ein wenig früher aufbrechen. Aus Marketinggründen findet die Partie im niedersächsischen Cloppenburg statt. Auch wenn der Austragungsort exotisch sein mag, das Ambiente mit den rund 500 erwarteten Zuschauern wird definitiv erstklassig werden.


Tags drauf reisen die Mülheimer zum zweiten Ligaspiel nach Düren. Im Vergleich zur letzten Saison hat der Vorjahresfünfte personell mächtig aufgerüstet. „Düren ist in dieser Saison, insbesondere bei den Damen, sehr stark besetzt. Insofern sind sie ein heißer Kandidat für das Erreichen der Play-Offs“, so Hohenberg über den zweiten Gegner. Allerdings galten die Rheinländer in den letzten Spielzeiten stets aus Wundertüte. Man wusste im Vorfeld eines Matches eigentlich nie so genau, mit welchen Spielern die Dürener antreten würden.


Zwar sollte man den ersten beiden Spielen keinen wegweisenden Charakter für die gesamte Saison beimessen, ein guter Start würde dennoch das eine oder andere Nervenkostüm beruhigen. Immerhin peilt Steffen Hohenberg einen Platz unter den ersten sechs an: „Mit unseren neuen Spielern haben wir eine gute Mischung aus Jung und Alt. Mit dem Erreichen der Play-Offs wären wir am Saisonende mehr als zufrieden.“


Dr. Kai Kulschewski
(Pressesprecher)

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