Beuel will unbequeme Gegner nicht unterschätzen

Eine Art englische Woche steht dem Badminton-Bundesliga-Team des 1.BC Beuel bevor. Am Sonntag (2.Oktober) müssen die Rechtsrheinischen im Norden beim TSV Trittau antreten. Badminton wird in der 8400-Seelen–Gemeinde zwischen Hamburg und Lübeck ganz groß geschrieben. Mit rund 200 Mitgliedern, darunter fast zwei Drittel Kinder und Jugendliche, ist die Badmintonsparte des TSV Trittau eine der größten in Schleswig-Holstein. 

Wenn sein Sprunggelenk ausgeheilt ist und er grünes Licht von Ingo Kindervater, seinem Stützpunkt-Trainer in Saarbrücken, bekommt, wird Beuels Doppel-Ass Raphael Beck sein Comeback in der Bundesliga geben. Wieder mit dabei sein soll die klasse Einzelspielerin Luise Heim, die jüngst krank das Bett hüten musste. Kapitänin Birgit Michels führt die Mannschaft, die sich am Samstag auf die Reise macht und einen Zwischenstopp in Bremen einlegt, an.

 

Eva Janssens, der indische Doppelspezialist Akshay Dewalkar, Neuzugang Patrick MacHugh, Erik Meijs und Raphael Beck gehören ebenfalls zum Kader gegen Trittau. Kann Beck nicht spielen, rückt Nachwuchsspieler Christopher Klauer nach. Der hat bei seinem Bundesliga-Debüt am ersten Spieltag in der „Ersten“ wahrlich Blut geleckt und ist sich sicher, „dass die Bundesliga genau das ist, wo ich spielen will“.

 

Die Entscheidung, wie im Detail für die Partie gegen die Nordlichter aufgestellt wird, fällt erst vor Ort in allerletzter Minute, so Teammanager Maximilian Schneider. Er ist der Meinung, dass seine Gelb-Schwarzen gegen den Siebtplatzierten der vergangenen Saison „schon in der Lage sein sollten zu gewinnen“.

Die Gastgeber, die in der neuen Spielzeit einen Sieg gegen Neuhausen-Nymphenburg und knappe Niederlagen gegen Freystadt und den Meister Bischmisheim eingefahren haben, verfügen über viele neue Spieler mit Westerbäck, Bochat, Castillo, Penalver und Ostermeyer. Daher ist es für Schneider schwer, eine Prognose abzugeben. „Trittau ist in jedem Fall nicht zu unterschätzen und recht unbequem zu spielen“, ergänzt er. 

Der anschließende Spieltag, der fünfte, folgt bereits am Dienstag. Dann sind die Beueler Gastgeber und spielen ab 19 Uhr in der heimischen Erwin-Kranz-Halle (Limpericher Straße 141) gegen das Team des TSV Freystadt. Der Vizemeister der vergangenen Saison in der zweiten Bundesliga Süd ist in die erste Liga aufgestiegen und hat sich sehr gut verstärkt, weiß der Manager zu berichten. Im Spiel gegen den anderen Aufsteiger FC Langenfeld siegten die Freystädter knapp, auch gegen Trittau gab es einen Sieg, gegen Düren mussten sie eine 0:7-Niederlage hinnehmen. Sonntag ist der derzeitige Tabellenführer Refrath im oberpfälzischen Freystadt zu Gast.

 

Am Dienstag geht Beuel als Favorit in die Begegnung. Fällt Raphael Beck aus, bekommt Daniel Hess erneut eine Chance, und möglicherweise pausiert Birgit Michels, und „die jungen wilden

Mädels“ kommen zum Zug.

 

 

Bärbel Dähling

 

 

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