Ein weiterer „Kantersieg“ für den TV Refrath

„Heute haben wir wirklich Glück gehabt, das Spiel hätte ohne Weiteres auch 4:3 ausgehen können“, so Heinz Kelzenberg, der nach seinem Fernbleiben in Freystadt das Team wieder maßgeblich betreuen konnte. Einmal mehr waren es Spieler aus der sogenannten „2. Reihe“, die sehr gut spielten und dafür sorgten, dass der TVR erneut drei statt zwei Punkte aus einer Begegnung mit nach Hause nehmen konnte. Nach gut zweieinhalb Stunden Spielzeit hatte sein Team ein hart umkämpftes 7:0 beim FC Langenfeld eingefahren und nicht nur er waren ein wenig sprachlos vor Glück.

 

Beim Tabellenschlusslicht war in der Tat für Refrath eine Art „letztes Aufgebot“ am Start gewesen. Nach der Absage von Fabian Holzer (Erkältung) und dem vorab eingeplanten Fehlen von Fabian Roth, Lars Schänzler, Joshua Magee und Chloe Magee, standen mit Jenny Karnott, Elin Svensson und Mark Byerly gleich drei Stammspieler aus der 2. Mannschaft im Team.

 

Und gleich zu Beginn war es das 22-jährige Refrather Eigengewächs Mark Byerly, der mit Einzelspezialist Giap Chin Goh aufs Feld musste. Es brauchte fast drei Sätze, bis die beiden die geeigneten Mittel gefunden hatten, druckvoll genug zu spielen, um ihren Langenfelder Gegnern gefährlich zu werden. Mit 11:9 im fünften Satz behielten die beiden jedoch die Oberhand und bauten den 1:0 Vorsprung, den das Damendoppel parallel erspielt hatte auf 2:0 aus. Carla Nelte und Jenny Karnott spielten gut zusammen, jedoch war das Doppel gegen Cicognini/Hoim alles andere als ein Selbstläufer. 

 

Eindrucksvoll war erneut das souveräne erste Herrendoppel, welches sich mit Sam Magee und Richard Domke erneut als sehr durchschlagskräftig präsentierte. Den vierten und damit siegbringenden Punkt holte am Dienstagabend schließlich die junge Schwedin Elin Svensson, die sich erwartungsgemäß schwertat, hatte sie doch mit der erfahrenen Italienerin Cicognini eine „harte Nuss“ zu knacken. Heinz Kelzenberg zeigte sich sehr zufrieden mit seinem Neuzugang: „Sie ist eine tolle Spielerin, lässt sich sehr gut coachen und hat es wie am Sonntag ganz toll gemacht“. In der Tat waren die Erfolge von Svensson in den letzten drei Tagen gegen die Nummer 60 und 63 der Welt alles andere als eingeplant gewesen.

 

Parallel hatte der wieder genesene Giap Chin Goh im 1. Herreneinzel alle Hände voll zu tun, das druckvolle Spiel seines belgischen Gegners Moreels zu neutralisieren. Moreels dominierte über weite Strecken das Spiel, hatte jedoch am Ende etwas Pech und unterlag mit 11:13 im entscheidenden fünfte Satz. Weniger Probleme hatte parallel Richard Domke, der dem U19er Samuel Hsiao nichts schenkte und in drei Durchgängen den sechsten Punkt für sein Team holte.

Im abschließenden Mixed zwischen Sam Magee und Carla Nelte sowie der polnisch/estnischen Paarung der Langenfelder entwickelte sich noch ein ansehnliches Spiel, doch die Refrather gaben sich keine Blöße und fuhren den siebten und letzten Zähler an diesem Abend ein.

 

Heinz Kelzenberg war anschließend nicht der einzige, der anerkennen musste, dass Langenfeld deutlich unter Wert verloren hatte, was jedoch den Sieg der Refrather in keinster Weise in Frage stellen sollte: „Wie in Freystadt klingt dieses 7:0 echt brutal, wir wären auch heute mit einem 4:3 oder 5:2 völlig ok gewesen, aber im Moment läuft einfach alles zu unseren Gunsten“. Ein besonderes Lob verdiente sich auch der Malaysier Giap Chin Goh, der einen Tag vor seiner Abreise unter Beweis stellte, dass er in der Lage ist, knappe Spiele für sein Team zu holen. Ob er dem TV Refrath auch in weiteren Begegnungen zur Verfügung steht, wird noch überlegt.

 

Nun sind knapp vier Wochen Bundesligapause, bevor es am Sonntag, den 30.10. (16 Uhr, Halle Steinbreche) gegen dem 1.BV Mülheim geht.

 

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass der TV Refrath knapp vor Titelverteidiger Bischmisheim die Spitze gefestigt hat. Die nun folgenden Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe werden zeigen, ob der 2. Platz als Saisonziel Bestand haben wird. Nach fünf von 18 Spieltagen lässt sich jedoch erkennen, dass mindestens die ersten sieben Mannschaften der Tabelle recht ausgeglichen sind.

 

Heinz Kelzenberg 

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