China Open Finals: Gastgeber gehen leer aus

Auch er konnte keinen Titel für China holen: Chen Long (Bild: Bernd Bauer)
Auch er konnte keinen Titel für China holen: Chen Long (Bild: Bernd Bauer)

Seit Einführung der Superseriesturniere konnte China zwar noch nie fünf Siege bei dem großen Heimturnier einfahren, bislang blieben aber immer mindestens zwei Titel im Reich der Mitte. Auch heute hatte die Badmintonnation berechtigte Siegeshoffnungen in vier der fünf Disziplinen, doch dieses Mal sollte Alles anders kommen. Bereits zum Auftakt verwehrten die Koreanerinnen Lee So Hee und Chang Ye Na den ersten chinesischen Erfolg. Mit 13:21 21:14 und 21:17 setzten sie sich gegen Huang Dongping und Li Yunhui durch und durchbrachen damit eine unglaubliche Serie. Seit 1992 triumphierten bei den China Open nur noch chinesische Damendoppel.

Ähnliches Bild im zweiten Finale des Tages. Chinas Sun Yu konnte die Olympiazweite Pursala V. Sindhu zwar in einen dritten Durchgang zwingen, war am Ende gegen die Inderin, die sich nach ihrem großen Erfolg in Rio nun auch erstmals den Titel bei einem Superseriesevent sicherte, aber chancenlos. Im Herrendoppel, dem einzigen Finale ohne chinesische Beteiligung, holten sich die Indonesier Marcus Fernaldi Gideon und Kevin Sanjaya Sukamuljo ihren dritten Superserieserfolg des Jahres. In zwei spannenden Sätzen machten sie den ersten dänischen Titeltraum durch Matthias Boe und Carsten Mogensen zunichte.

 

Im folgenden Spiel sollte sich dieser Traum aber dann doch noch erfüllen. Nach acht Niederlagen in neun Spielen gelang Jan O Jörgensen nach 2014 der zweite Sieg gegen Olympiasieger und Weltmeister Chen Long. Der Däne holt sich dadurch nicht nur seinen vierten Superserieserfolg, sondern ist damit auch der erste europäische Einzelsieger bei den China Open seit Einführung des Turniers.

 

Somit ruhten die letzten chinesischen Hoffnungen auf Olympiasieger Zhang Nan und dessen 19-jähriger Mixedpartnerin Li Junhui, die im Doppel bereits die erste Chance verpasste. Doch nach 74 Minuten Spielzeit wurden auch diese Hoffnungen durch die Olympiasieger Ahmad Tontowi und Lilyana Natsir zerstört. Mit 21:13 22:24 und 21:17 holten die beiden Indonesier den zweiten Titel für ihr Land und machten den schwarzen Tag für die Gastgeber perfekt.

 

In der kommenden Woche geht es bei den Hong Kong Open dann um den letzten Superseriestitel des Jahres und auch um die letzten begehrten Plätze für das große Finale in Dubai.

 

Alle Finalergebnisse gibt es hier.

 

Red

Kommentar schreiben

Kommentare: 0