Den Bann gebrochen: Viktor Axelsen krönt phänomenale Saison in Dubai

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Er hat es geschafft! Im fünften Finale gelingt Viktor Axelsen erstmals ein Sieg bei einem Superseriesevent. Mit 21:14 6:21 21:17 holt sich der Däne gegen Tian Houwei den Titel beim großen Superseriesfinale in Dubai und darf sich zudem über 80.000 Dollar Preisgeld freuen. Den Adcocks, die ebenfalls im Finale standen, blieb die Titelverteidigung dagegen verwehrt.

Durch den heutigen Erfolg krönt Axelsen vor allem sein phänomenales Jahr mit Gold bei der Europameisterschaft und Bronze bei Olympia. Nach vielen vergeblichen Anläufen und teils knappen Finalniederlagen bei der höchsten Turnierkategorie blieb es auch heute lang spannend. Tian Houwei, der gestern noch Axelsens Landsmann Jan O Jorgensen aus dem Turnier warf, kämpfte bis zum Schluss, doch der zweite Matchball beim Stand von 20:17 brachte dem Dänen dann die Erlösung.

 

Dass ihm der große Sieg irgendwann gelingen würde bezweifelte kaum jemand, doch es war ein langer Weg für den 22-jährigen. Bereits mit 18 stand er in seinem ersten Superseriesfinale, doch der erste Sieg ließ bis heute auf sich warten. Vor etwa drei Jahren feierte Axelsen mit dem Sieg bei den Swiss Open (Grand Prix Gold) seinen ersten Major Titel und auch hier hieß der Finalgegner Tian Houwei. In Dubai gelang ihm nun der nächste große Schritt.

 

Im ersten Finale des Tages sicherte sich die junge chinesische Paarung um Chen Qingchen und Jia Yifan den Titel im Damendoppel. In einem 76-minütigen Krimi gegen die japanischen Weltranglistenersten und Olympiasieger Misaki Matsutomo und Ayaka Takahashi hieß es am Ende 21:15 13:21 und 21:17 für die Spielerinnen aus dem Reich der Mitte.

 

Für Chen sollte es nicht der letzte Titel am heutigen Tag bleiben. Im Mixed sicherte sie sich an der Seite von Zheng Siwei ebenfalls den Sieg im Mixed und verhinderte damit die Titelverteidigung von Chris und Gaby Adcock. Englands Starmixed spielte sich, wie schon im Vorjahr, erneut ins Endspiel, zog heute aber in zwei Sätzen den Kürzeren.

 

Der einzige Sieg einer Topgesetzten gelang Tai Tzu Ying. Die Taiwanesin, die vor allem in den letzten Monaten glänzte, holte sich mit einer starken Vorstellung den Titel gegen Koreas Sung Ji Hyun. Auch der Doppelerfolg ging mit V Shem Goh Wee Kiong Tan an eine Paarung, die sich vor allem in jüngster Vergangenheit ins Rampenlicht spielte. Auf ihre sensationelle Finalteilnahme in Rio folgten viele Topplatzierungen bei Superseriesevents und nun der goldene Abschluss des Kalenderjahres.

 

Red

Kommentar schreiben

Kommentare: 0