Fünf Sieger aus fünf Nationen: Titel Nummer vier für Lee Chong Wei

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Gleich fünf Nationen durften sich am heutigen Tag über einen Titel in Birmingham freuen. Durch den Sieg von Tai Tzu Ying aus Taiwan konnte sich ein Land sogar erstmalig in die Siegerlisten des großen Events eintragen. Ansonsten waren die üblichen asiatischen Badmintonnationen auf dem obersten Platz des Podiums zu finden, allen voran Malaysias großer Star Lee Chong Wei, der sich souverän seinen vierten Titel sicherte.

Knapp vier Wochen ist es her, dass eine Verletzung von Lee Chong Wei die malayischen Badmintonfans schockte. Ein Innenbandriss im Knie und zudem große Differenzen mit Sportdirektor Morten Frost ließen einen Start, geschweige denn den erhofften Sieg bei den All England Championships, schlagartig in weite Ferne rücken.

 

Doch plötzlich, nur einen Monat nach der Krise, steht Lee erneut ganz oben und demonstrierte vor allem im heutigen Finale trotz seiner inzwischen 34 Jahre seine unglaubliche Geschwindigkeit und Dominanz auf dem Feld. Lin Dan-Bezwinger Shi Yuqi konnte dem Superstar bei dessen 21:12 und 21:10 Erfolg nicht wirklich gefährlich werden - definitiv auch ein Fingerzeig für die WM in Glasgow, bei der Lee endlich seinen ersten WM-Titel für sich und sein Land gewinnen möchte.

 

Kurz nach dem Titelgewinn gab es für seine Fans direkt noch einmal Grund zum Jubeln. Nicht nur versprach er im On Court Interview bei den Weltmeisterschaften in Glasgow aufzuschlagen, sondern sicherte auch eine All England Teilnahme im kommenden Jahr zu.

 

Der Finaltag startete für die Badmintonnation allerdings mit einer Enttäuschung. Die Silbermedaillengewinner von Rio, Chan Peng Soon und Goh Liu Ying waren kurz davor, den ersten Mixedtitel für ihr Land in der 61-jährigen Turniergeschichte zu erspielen, mussten sich am Ende aber nach fast 90 Minuten Spielzeit den Chinesen Lu Kai und Huang Yaqiong geschlagen geben, die gestern in einem dramatischen Match die Adcocks aus dem Rennen warfen.

 

Im Damendoppel wurde duch Chang Ye Na und Lee So Hee die letzte europäische Hoffnung auf einen Erfolg bei der diesjährigen Ausgabe des Turniers zunichte gemacht. Kamilla Rytter Juhl und Christinna Pedersen mussten sich durch ein 18:21 und 13:21 wie auch in Rio mit Silber begnügen. Im Herrendoppel waren es die Indonesier Marcus Fernaldi Gideon und Kevin Sanjaya Sukamuljo, die sich über ihren bisher größten Titel freuen durften, ehe Tai Tzu Ying mit dem historischen Sieg für ihr Land das diesjährige Turnier beendete.

 

Alle Finalergebnisse im Überblick:

MX: Lu Kai/Huang Yaqiong - Chan Peng Soon/ Goh Liu Ying 18:21 21:19 21:16

HE: Lee Chong Wei -  Shi Yuqi 21:12 21:10

DD: Chang Ye Na/Lee So Hee - Kamilla Rytter Juhl/Christinna Pedersen 21:18 21:13

HD: Marcus Fernaldi Gideon/Kevin Sanjaya Sukamuljo - Li Junhui/Liu Yuchen 21:19 21:14

DE: Tai Tzu Ying - Ratchanok Intanon 21:16 22:20

 

Red

Kommentar schreiben

Kommentare: 0