Sieben aus zehn für China: Erfolgreicher Halbfinaltag für das Reich der Mitte

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Die Halbfinalspiele der Swiss Open am Samstag boten China die Gelegenheit, jedes Finalspiel rein chinesisch auszutragen. In jedem Match des vorletzten Turniertages war genau eine chinesische Paarung bzw. ein chinesischer Spieler vertreten. Am Ende des Tages war jedoch klar, das mindestens ein Titel nicht an China geht. Lin Dan erhält außerdem die Chance, die Halbfinalniederlage der All England Open wiedergutzumachen.

Im Mixed zogen die Weltranglisten-1. Zheng Siwei/Chen Qingchen den Kürzeren, als sie in drei hart umkämpften Sätzen gegen die thailändische Paarung Puavaranukroh/Taerattanachai verloren. Letztere hatten das deutsche Mixed Lamsfuß/Herttrich aus dem Turnier geworfen. Die Thailänder treten im Finale gegen die indonesische Top-Paarung Jordan/Susanto an, die in drei Sätzen Zhang Nan und Li Yunhui besiegten.

 

Ansonsten gelang es lediglich den Stoeva Schwestern, die chinesische Phalanx zu durchbrechen. Das bulgarische Damendoppel, welches gestern bereits die Siegesserie von Isabel Herttrich und Olga Konon beendete, konnte auch heute mit einem Sieg über die Chinesinnen Bao Yixin und Yu Xiaohan begeistern und ist somit die letzte europäische Chance auf einen Triumph in Basel.

 

Im Dameneinzel, Herrendoppel und Herreneinzel finden dagegen rein chinesische Duelle statt. Das Dameneinzel-Finale bestreiten zwei äußerst junge Chinesinnen, Chen Xiaoxin und Chen Yufei, erst 18 bzw. 19 Jahre alt. Beide setzten sich in zwei Sätzen im Halbfinale gegen ihre Gegnerinnen durch. Chen Xiaoxin stand auf Grand Prix Gold-Ebene (Macau Open 2016) ihrer jetzigen Finalkonkurrentin schon einmal in einem Finale gegenüber, verlor aber.

 

Das Herrendoppel-Finale wird zwischen Hong/Chai und Liu/Zhang ausgetragen. Die Taiwanesen Chen/Wang verloren gegen Erstere in drei knappen Sätzen, während Marcus Ellis und Chris Langridge ihren chinesischen Gegner Zhang Nan und Liu Cheng beim 9:21 und 19:21 nur im zweiten Durchgang Probleme bereiten konnten.

 

Lin Dan tritt im Finale gegen seinen 12 Jahre jüngeren Landsmann Shi Yuqi an. Dieser hatte ihn bei den All England Open im Halbfinale in zwei Sätzen besiegt und somit den Klassiker Lin Dan vs. Lee Chong Wei verhindert. Shi musste gegen den German Open-Sieger Tzu Wei Wang über die volle Distanz, während Lin Dan gegen den jungen Indonesier Anthony Ginting in zwei Sätzen gewann. Alle Blicke richten sich also morgen auf dieses Duell, auch um zu sehen, ob Lin Dan noch die großen Titel gewinnen kann - sollte Lin Dan bei der WM in Glasgow Titelambitionen haben, wäre ein Turniergewinn sicher ein guter Anfang.

 

 

Simon Hölscher

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