Keine Geschenke zum Geburtstag: Alle Deutschen bei den Swiss Open ausgeschieden

Bild: Bernd Bauer
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Es war bis dato eine phänomenale Turnierwoche für Isabel Herttrich. Sowohl im Mixed, als auch im Damendoppel schaffte sie den Sprung ins Viertelfinale der Swiss Open. Vor allem im Doppel war damit sicher nicht zu rechnen, ging sie doch nicht mit Stammpartnerin Carla Nelte sondern mit Einzelspezialistin Olga Konon an den Start. Doch durch einen sensationellen Sieg im Achtelfinale schaffte die Überraschungspaarung den Einzug unter die letzten Acht, und für Herttrich gab es somit die doppelte Chance am eigenen Geburtstag um einen Halbfinalplatz zu kämpfen. Leider waren es am Ende aber jeweils die Gegner, die heute keine Geschenke verteilten und sich über den Sieg freuen durften.

Im Mixed zogen die nun 25-jährige und ihr Mixedpartner Mark Lamsfuß in der Mittagssession gegen die an Drei gesetzten Thailänder Puavaranukroh/Tareattanachai mit 14:21 und 17:21 den Kürzeren. Auch im Damendoppel wartete mit den Stoeva Schwestern (Setzplatz 4) am heutigen Abend eine zu große Hürde für die beiden Bischmisheimerinnen, die im ersten Satz aber noch gut mithielten. Am Ende hieß es aber leider auch hier 19:21 und 6:21 aus Sicht des Geburtstagskindes.

 

Zu Beginn des Tages endete zudem der beeindruckende Lauf von Olga Konon im Dameneinzel. Nach durchwachsenen Monaten, in denen der gebürtigen Weißrussin das Knie immer wieder Probleme bereitete, spielte sie in der Schweiz erstmals wieder groß auf. Gegen Chinas Chen Xiaoxin blieb die dreifache Deutsche Meisterin heute aber chancenlos. Damit gehen die Swiss Open 2017 ohne deutsche Beteiligung weiter.

Bild: Bernd Bauer
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Weiterhin dabei ist Superstar Lin Dan. Der topgesetzte Chinese warf Roth-Bezwinger Ihsan Maulana Mustofa mit 21:17 und 21:14 aus dem Rennen und bekommt es morgen, vor den Augen der Baseler Badmintonfans, mit Anthony Ginting, dem nächsten indonesischen Jungspund zu tun. Bislang ließ der Doppelolympiasieger aber keine Zweifel an seiner Favoritenrolle aufkommen und geht auch morgen als klarer Favorit in sein Halbfinale. Ein Turniersieg und die damit verbundenen Weltranglistenpunkte wären aber auch wichtig im Blick auf die WM-Qualifikation. Hier hat "Superdan" mit Chen Long. Tian Houwei und nun auch Shi Yuqi, dem er in der Vorwoche in England unterlag, inzwischen drei große Konkurrenten im eigenen Land.

 

Red

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