Malaysia Open Finals - Lin Dan bezwingt Lee Chong Wei zuhause

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Es war die erste Begegnung der beiden Badminton-Größen seit dem olympischen Halbfinale im vergangenen Sommer. Dort ging Lee Chong Wei im dritten Satz mit 22:20 siegreich vom Platz - dieses mal präsentierte sich Lin Dan deutlich stärker. Er gewann seinen ersten Titel in Malaysia und beendete die elffache Siegesserie von Lee Chong Wei.

Lee lag über weite Strecken im ersten Satz vorn, führte zwischenzeitlich mit bis zu sechs Punkten. Als es nach mehreren einfachen Fehlern 19:15 für Lee stand, riss Lin Dan sich zusammen und gewann den ersten Satz mit sechs Punkten in Folge 21:19. Im zweiten Satz gab Lin Dan die Führung nach dem Stand von 1:1 nicht wieder ab. Mit 21:14 gewann er die Begegnung schließlich deutlich.

 

Im Laufe des Turniers war Lee Chong Wei mit kurzen, souveränen Zweisatzsiegen bis ins Finale durchmarschiert, während Lin Dan drei Dreisatzspiele mit über einer Stunde Spieldauer in den Knochen sitzen hatte. Das hat ihn jedoch nicht daran gehindert, am Sonntag in Topform aufzuspielen. Die Malaysia Open bedeuten für ihn den ersten Superseries-Sieg seit über einem Jahr nach dem All England-Titel 2016.

 

Das Mixed bestritten, wie bereits vorige Woche, die Weltranglisten-1. Zheng Siwei/Chen Qingchen und Lu Kai/Huang Yaqiong (beide China). Diese Woche konnten Zheng und Chen das Ergebnis zu ihren Gunsten wenden. Nachdem sie letzte Woche gegen ihre Landsleute in drei Sätzen verloren, konnten sie heute in zwei Sätzen gewinnen.

 

Im Dameneinzel kam es zu einem höchstklassigen Showdown zwischen der Weltranglisten-1. Tai Tzu Ying (Taiwan) sowie Olympiagold-Gewinnerin Carolina Marin (Spanien). In drei langen Sätzen, von denen die ersten beiden in Verlängerung gingen, konnte Tai letztlich im dritten die Nase mit 21:14 vorne behalten. 

 

Im Damendoppel bewiesen die Japanerinnen erneut ihre Dominanz. In der zweiten Woche in Folge sollte eine japanische Paarung ihren ersten Superseries-Titel gewinnen. Sayaka Hirota und Yuki Fukushima, zudem auch German Open-Sieger 2017, gewannen gegen Huang Yaqiong und Tang Jinhua (China) in drei Sätzen.

 

Das abschließende Herrendoppel war ein furioses Aufeinandertreffen von Jung und Alt: Die neue Paarung Fu Haifeng / Zheng Siwei (China) trat gegen die Indonesier Marcus Fernaldi Gideon/Kevin Sanjaya Sukamuljo an. Fu, der mit früheren Partnern bereits zwei mal Olympiagold sowie vier Weltmeistertitel auf sich vereint, konnte seine Erfahrung mit der Schnelligkeit seines jungen Partners Zheng erfolgreich kombinieren und so ins Finale einziehen. Doch die jungen Indonesier Gideon und Sukamuljo ließen sich nur kurz im zweiten Satz irritieren, gewannen schließlich den dritten Satz überzeugend und beanspruchten somit Superseriestitel 3 von 3 möglichen Titeln im Jahr 2017 für sich - ein neuer Rekord.

 

 

Simon Hölscher

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