Jugend EM: Bronze für Li, zwei Titel für den Gastgeber

Bild: Matthias Hütten
Bild: Matthias Hütten

Die Jugendeuropameister sind gekürt und Gastgebernation Frankreich konnte sich am Finaltag gleich zweimal in die Siegerlisten eintragen. Sowohl im Herreneinzel, als auch im Herrendoppel triumphierte die "Grande Nation", Badmintonation Dänemark muss sich indes mit einem Titel begnügen. Insgesamt waren unter den zehn Finalisten gar sechs verschiedenen Nationen vetreten, leider aber keine Akteure des DBV. Yvonne Li scheiterte als letzte Deutsche im gestrigen Halbfinale nur knapp an der späteren Siegerin.

"Auch wenn natürlich Enttäuschung da ist, den Europameistertitel nicht geholt zu haben, bin ich doch sehr glücklich mit einer Medaille nach Hause zu fahren. Vor einigen Wochen stand meine Teilnahme wegen eines Ermüdungsbruchs noch auf der Kippe und die Umstände waren sicher nicht optimal. Umso glücklicher bin ich, mich doch noch im Doppel ins Viertelfinale und im Einzel bis ins Halbfinale zu kämpfen," so Li nach dem Turnier.

 

Durch die Halbfinalteilnahme sicherte sich die U17 Europameisterin von 2014, in ihrem letzten Jahr in der Jugend, die Bronzemedaille. Als Einzige konnte sie der späteren Siegerin Julie Dawall Jacobsen aus Dänemark überhaupt einen Satz abnehmen. Diese gewann auch ihr Finale zum Tagesauftakt ungefährdet, es sollte aber der letzte Titel für die sonst so erfolgsverwöhnten Skandinavier bleiben.

 

Im Herreneinzel stand ein Heimsieg bereits vorher fest, da es zwischen Toma Junior Popov und Arnaud Merkle zu einem rein französischen Finale kam. Popov wurde auch heute seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich ungefährdet den Europameistertitel, nachdem er auch in den Runden zuvor nichts anbrennen ließ und das Turnier dominierte.

 

Damit tritt er in die Fußstapfen von Anders Antonsten, Jugendeuropameister von 2015, der inzwischen in der Weltspitze angekommen ist. Auch Popov zeigte schon in der jüngeren Vergangenheit sein Talent bei den Erwachsenen, man darf also gespannt sein, ob auch er nach seiner Jugendzeit direkt bei den Großen durchstarten kann. Im letzten Finale des Tages ließ er die heimischen Fans in Mulhouse heute erneut jubeln, indem er sich auch im Doppel den Titel sicherte.

 

Neben dem Erfolg von Jacobsen und den zwei französischen Triumphen komplettierten ein russischer Sieg im Mixed, sowie ein schwedischer Damendoppelerfolg das bunte Siegerpodium der Titelkämpfe. Vor zwei Jahren gingen noch vier der fünf Titel an Dänemark, einer an Deutschland. Neben der Medaille im Dameneinzel standen für den DBV in diesem Jahr am Ende nur noch ein Viertel- und ein Achtelfinale zu buche.

 

"Ich denke, dass so viele verschiedene Nationen vorne dabei sind, ist eine sehr positive Entwicklung für Badminton in Europa, jedoch war unsere Ausbeute bei dieser EM leider sehr klein. Die Konkurrenz ist größer geworden und wir müssen uns ran halten und hart arbeiten, um mit den vielen starken Spielern und Nationen Schritt zu halten," so Li über das deutsche Abschneiden.

 

Hier die Ergebnisse der Finals:

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