Final Four Titelcheck: Geht das Trittauer Märchen weiter?

Foto: TSV Trittau
Foto: TSV Trittau

Was für eine Saison für den TSV Trittau. Wie auch in den Vorjahren gab man zunächst bescheidene Ziele aus und wollte vorrangig den sicheren Klassenerhalt schaffen. Doch aus dem Blick in Richtung Tabellenkeller wurde plötzlich die Jagd nach den Playoffplätzen. Damit nicht genug landete man am Ende gar auf Platz vier und spielte sich mit einem souveränen 5:1 gegen Vorjahresfinalist Lüdinghausen in das erstmals ausgetragene Final Four. Der mit Abstand größte Erfolg der Vereinsgeschichte und sicher die große Überraschung der Bundesligasaison 16/17. Doch was war der Schlüssel für den überraschenden Erfolg und wie stehen die Chancen des Underdogs beim großen Saisonfinale?

Vor allem die Beständigkeit im Kader sicherte dem Vorjahressiebten viele Zähler. Fast immer nahezu in Vollbesetzung machte man es auch den Topteams der Liga stets schwer und sammelte konstant über die ganze Saison, Punkte. Darunter auch knappe 3:4 Niederlagen, welche dank neuer Regelung nun ebenfalls belohnt wurden und am Ende, im Kampf um die Playoffplätze, den Unterschied machten. Mit Ausnahme von Düren konnten die Stromarner gegen jedes andere Bundesligateam punkten und ließen damit ehemalige Playoffteilnehmer Traditionsteams wie Bonn oder Mülheim hinter sich.

 

Das man gegen den Tabellenführer und Final Four Gegner Refrath auch nicht chancenlos ist, zeigte das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams, bei dem sich die Nordlichter nur knapp mit 3:4 geschlagen geben mussten. Punktegarantin hier war, wie auch in vielen anderen Spielen, die seit dieser Saison für Trittau spielende Indonesierin Priskila Siahaya. Nach anfänglichen Einsätzen in der zweiten Bundesliga avancierte sie schnell zur Stammkraft in Liga 1 und musste sich in 14 Spielen nur dreimal geschlagen geben.

 

Neben ihr und weiteren neuen, jungen Gesichtern, wie die deutsch-thailänderin Kilasu Ostermeyer, ist es vor allem eine Familie, die für den Erfolg des Clubs verantwortlich ist: Neben Kim und Sabina Persson, die seit mehreren Jahren die Geschicke des Teams leiten und es nach der Vorsaison clever verstärkten, sind die Brüder Jonathan und Nikolaj Persson die Gesichter der Mannschaft. Beide holten in der Punkterunde viele wichtige Siege in den Herrendoppeln, mit denen man so vor Saisonbeginn vermutlich nicht gerechnet hätte.

 

Unsere Prognose:

Der TSV Trittau kann jetzt schon auf eine märchenhafte Saison zurückblicken und natürlich hofft man bei dem Sensationsteam am Samstag auf eine Fortsetzung. Doch vier Spielgewinne gegen den Mitfavoriten aus Refrath grenzen schon an eine Mammutaufgabe. Vor allem in den Herreneinzeln und im Damendoppel wird es ganz schwer, etwas zu holen und auch in den anderen vier Spielen geht man eher als Außenseiter ins Rennen.

 

Titelchance: 5%

 

Red

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Kommentare: 1
  • #1

    Ulf Reiter (Samstag, 13 Mai 2017 05:31)

    Alle LiveTicker des Final Four unter https://courtspot.de/FinalFour !
    Das Finale am Sonntag ab 14:00 wird auf bafo.de übertragen.