China schlägt Japan im Halbfinalkrimi

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

China steht beim Sudirman Cup durch einen knappen 3:2 Erfolg gegen Japan im Finale. Anders als im Vorjahr beim Thomas Cup, gelang es den Japanern dieses Mal nicht, den großen Favoriten im Halbfinale zu stürzen, obwohl man im entscheidenden fünften Spiel auf die amtierenden Olympiasieger und Weltranglistenersten zurückgreifen konnte.

Es entwickelte sich der erwartet spannende Kampf im Halbfinale des Sudirman Cups zwischen den beiden großen Favoriten China und Japan. Vor allem nach dem eher überraschenden japanischen Sieg im Mixed zu Beginn war klar, dass es heute ganz eng werden würde. Auch Lin Dan tat sich gegen Kenta Nishimoto in seinem Einzel nicht leicht, schaffte letztendlich aber den Ausgleich.

 

Japan hoffte im anschließenden Herrendoppel auf das 2:1 durch ihre Toppaarung Kamura/Sonoda, doch China konnte sich durch Liu Yuchen und Li Yunhui mit einem knappen Zweisatzsieg die Führung zurück erkämpfen. Akane Yamaguchi bescherte anschließend aber den Ausgleich und erzwang damit das entscheidende fünfte Spiel.

 

Die Hoffnung auf Seiten Japans war groß, bot man doch hier mit Ayaka Takahashi und Misaki Matsutomo die amtierenden Asienmeister und Olympiasieger auf. Doch auch wenn die beiden in den vergangenen zwei Jahren das Maß aller Dinge waren und die Weltrangliste seit über einem Jahr anführen, mussten sie sich gegen Chinas 19-jährige Shootingstars Jia Yifan und Chen Qingchen in den bisherigen drei Duellen zwei Mal geschlagen geben und heute folgte die nächste und sicher bitterste Niederlage.

 

Trotz enormen Drucks, sicherten die jungen Chinesinnen dem erfolgsverwöhnten Land unter großem Jubel den fest eingeplanten Finaleinzug. Damit steht die Badmintonsupermacht zum zwölften Mal in Folge im Finale des Sudirman Cups und hat morgen die Chance auf den elften Titel.

 

Korea wartet im Finale:

Mit Korea stand der erste Finalist bereits zuvor fest. Mit 3:1 gelang ein Sieg gegen das Überraschungsteam aus Thailand, welches Dänemarks Medaillenhoffnungen im gestrigen Viertelfinale beendete. Den heute entscheidenden Punkt sicherte Sung Ji Hyun im Dameneinzel gegen Ratchanok Intanon. Ein souveräner Erfolg, mit dem man so vor einigen Tagen noch nicht gerechnet hätte.

 

Nach den Abgängen der großen Doppelspieler um Lee Yong Dae und Co., startete man vor allem in der eigentlichen Paradedisziplin Herrendoppel mit jungen unbekannten Spielern. In der Gruppe musste man sich gleich zum Auftakt gegen Chinese Taipeh geschlagen geben und landete nur auf Platz zwei. Doch im Viertelfinale gelang direkt die Revanche und im heutigen Halbfinale brillierte dann vor allem auch das junge Herrendoppel.

 

So geht es morgen also gegen Seriensieger China um den Weltmeistertitel, der aber auch für den Außenseiter keine Neuheit wäre. Mit Ausnahme von Indonesien, waren es lediglich die Koreaner, die in der bisherigen Turniergeschichte dreimal die Dominanz des Reichs der Mitte durchbrechen konnten.

 

Red

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