Favoritensterben bei den Indonesia Open

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Schon in den ersten Turniertagen erwischte es in Indonesien viele der Titelkandidaten sehr früh und auch in den heutigen Viertelfinals ging das Favoritensterben in nahezu allen Disziplinen weiter. Vor allem im Damen- und Herreneinzel gab es die nächsten großen Sensationen und eine Prognose für die Halbfinals und Finals für das hochdotierte Großevent scheinen in Anbetracht des bisherigen Turnierverlaufs unmöglich.

Nur einer der acht gesetzten Spieler schaffte im Herreneinzel den Sprung ins Halbfinale und mit Son Wan Ho aus Korea war es am Ende auch keiner der wirklichen Topfavoriten auf den begehrten Titel in Indonesien. Nachdem Lin Dan, Viktor Axelsen und Lee Chong Wei schon früh die Koffer packen mussten, erwischte es heute auch Olympiasieger und Weltmeister Chen Long, der dem Inder Prannoy unterlag. Dieser trifft morgen auf Japans Kazumasa Sakai, eine weitere Turnierüberraschung und auch Indiens zweiten Halbfinalisten, Srikanth Kidambi, hatten vor dem Turnier wohl die wenigsten auf dem Schirm.

 

Neben den zahlreichen Favoritenstürzen im Herreneinzel ging im heutigen Viertelfinale auch eine irre Siegesserie bei den Damen zu Ende. Tai Tzu Ying aus Chinese Taipeh dominierte das Dameneinzel in den vergangenen Monaten nach Belieben, gewann fünf Turniere und insgesamt 27 Spiele am Stück und war damit seit Dezember 2016 ungeschlagen. Das die 22 Jahre junge All England Siegerin aber doch noch verlieren kann, zeigte sich heute gegen Thailands Nitchaon Jindapon bei ihrer überraschenden 19:21 21:8 17:21 Niederlage. Durch das Ausscheiden von Akane Yamaguchi findet das Halbfinale im Dameneinzel morgen ganz ohne eine der vier topgesetzten Spielerinnen statt.

 

Lediglich im Mixed sind mit Zheng Siwei und Chen Qingchen die Topfavoriten noch im Rennen und abgesehen von Dänemarks Boe/Morgensen und Son Wan Ho sind zudem alle an Position zwei gesetzten Spieler und Spielerinnen ausgeschieden. Man darf gespannt sein, welche Underdogs am Ende beim mit 1.000.000 US Dollar dotierten Superseries Premier Turnier am Ende die Nase vorne haben.

 

Deutschlands einzige Starter Fabienne Deprez, Fabian Roth und Marc Zwiebler musste bereits zu Beginn des Turniers die Segel streichen. Für Zwiebler, der in seiner ersten Runde dem Olympiasieger unterlag, war es der letzte Auftritt beim prestigeträchtigen Event, bei dem er vor einigen Jahren sogar das Finale erreichte.

 

Red

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