Kenichi Tago wechselt in die Bundesliga

Dem TSV Freystadt ist für die kommende Bundesligasaison ein absoluter Transfercoup geglückt. Seit heute ist offiziell, dass sich die Bayern für die kommende Saison die Dienste des ehemaligen japanischen Nationalspielers Kenichi Tago sichern konnten. Neben vielen sportlichen Erfolgen in der Vergangenheit stand der Topspieler vor einem Jahr vor allem wegen einem großen Skandal im Fokus.

 

Wie oft der frühere Superstar zum Einsatz kommen wird, ist bislang unklar. Für das ausgegebene Saisonziel Klassenerhalt ist aber damit zu rechnen, dass die ehemalige Nummer drei der Welt den Freystädtern vor allem gegen direkte Abstiegskonkurrenten helfen wird.

 

Tago selbst galt lange Zeit als das große japanische Badmintontalent, gewann Silber bei der Jugendweltmeisterschaft und stand bereits im Alter von 19 Jahren im Finale der All England Championships. Hier unterlag er Lee Chong Wei zwar nur knapp und konnte sich in seiner Karriere in sechse weitere Superseriesfinals spielen, doch zog jedes Mal den Kürzeren und brachte Japan damit nicht die vielen Titel, die man sich von ihm zunächst erhoffte.

 

Seine internationale Karriere endete allerdings im vergangenen Jahr aus anderen unrühmlichen Gründen. Gemeinsam mit dem damaligen Nationalmannschaftskollegen und aufstrebenden Star Kento Momota war er Hauptakteur in einem japanischen Glücksspielskandal, der Momota am Ende sein Olympiaticket kostet und Tago eine lebenslange internationale Sperre einbrachte. Mehr dazu hier.

 

Lange war unklar, ob diese Sperre auch Tagos Einsätze in anderen Ligen ausschließe. Inzwischen lebt und trainiert der gefallene Star in Malaysia und wird ab kommender Saison also in Deutschland aufschlagen.


Red