WM Gold für Viktor Axelsen

Bild: Bernd Bauer
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Sieben Jahre ist es her, das Viktor Axelsen mit seinem Sieg bei den Jugendweltmeisterschaften erstmals für großes Aufsehen im Weltbadminton sorgte. Als U17er sicherte er sich gegen teils zwei Jahre ältere Topsspieler aus der ganzen Welt den großen Titel und jeder Experte sagt ihm eine große Karriere voraus. Diese Karriere fand nun ihren vorläufig Höhepunkt, nachdem sich Axelsen im Alter von 23 Jahren nun auch Weltmeister bei den Erwachsenen nennen kann.

Lin Dan gegen Viktor Axelsen, es war für viele das erhoffte Traumfinale zwischen Europas Aushängeschild und dem größten Badmintonspieler aller Zeiten. Letzterer wollte in Glasgow unbedingt seinen sechsten WM Titel einfahren und nach Auftaktschwierigkeiten im Turnier zeigte er vor allem im Halbfinale, dass er auch im Alter von 33 Jahren definitiv noch in ein WM Finale gehört.

 

Doch im großen Dänen fand der Superstar heute seinen Meister. Auch wenn es in Durchgang eins ganz eng zu ging und Chinas Superstars beim Stand von 20:19 sogar Satzball hatte, behielt Axelsen die Nerven und sicherte sich, vor allem auch dank seines unglaublichen Angriffs, den ersten Durchgang.

 

Genau mit diesem Angriff brachte er den Doppelolympiasieger dann auch im zweiten Satz Mal um Mal zur Verzweiflung. Immer wieder gelangen direkte Punkte mit unglaublichem Winkel von hinten. Gleich zu Beginn des Satzes erarbeitete sich Axelsen so einen komfortablen Vorsprung, den er bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollte, auch wenn man ihm die Nervosität auf der Zielgeraden sichtlich anmerkte. "Innerlich habe ich gezittert wie ein kleines Kind", erzählte der Däne direkt im Anschluss auf dem On Court Interview über die letzten Ballwechsel gegen sein großes Idol. Für Dänemark ist es nach 1977, 1997 und 2017 nun der dritte WM-Titel im Herreneinzel.

Bild: Bernd Bauer
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Kleine Dame ganz groß

Zum spektakulärsten Spiel des Tages entwickelte sich allerdings das Dameneinzelfinale zwischen Pursala Sindhu und Nozomi Okuhara, die sich sage und schreibe 110 Minuten duellierten, ehe die 1,55m kleine, quirlige Japanerin ihren ersten WM Titel bejubeln konnte. Mit schier endlosen Ballwechseln boten beide Damen den Fans in der Emirates Arena Spitzenbadminton vom ersten bis zum letzten Ballwechsel.

 

Noch im Vorjahr konnte Sindhu im Halbfinale der olympischen Spiele gegen Okuhara gewinnen. Wie in Rio musste sich die Inderin nun aber auch in Glasgow in ihrem zweiten großen Finale geschlagen geben, obwohl der Titel beim 19:21 22:20 20:22 in greifbarer Nähe war.

 

Chen Qingchen verpasst Doppelerfolg

Neben dem Olympiasieg aus dem Vorjahr dürfen sich Tontowi Ahmad und Liliana Natsir nun auch Weltmeister nennen. Wieder einmal schnappen sich die zwei Indonesier einen ganz großen Titel durch einen knappen Erfolg über die Topgesetzten Zheng Siwei und Chen Qingchen. Letztere konnt sich dafür im ersten Finale des Tages bereits im Damendoppel eine Golmedaille erspielen und auch das Herrendoppel ging mit Olympiasieger Zhang Nan und Liu Cheng an das Reich der Mitte.

 

Alle Ergebnisse gibt es hier,

 

Red

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