Bonn an der Spitze - Deutscher Meister mit Fehlstart

Bild: 1. BC Beuel
Bild: 1. BC Beuel

Gleich vier Teams konnten in den ersten drei Spieltagen drei Siege feiern. Viele der zahlreichen Transfers setzten bereits bei den ersten Spieltagen Ausrufezeichen und lassen eine spannende Saison erahnen. Für die größte Überraschung zum Saisonauftakt sorgte aber der amtierende deutsche Meister, der sich den Start in die neue Spielzeit sicher ganz anders vorgestellt hatte.

Vier Teams mit weißer Weste:

Wer wird deutscher Meister 2017/18? Nach zahlreichen Transfers bei allen großen Teams gab es viele Fragezeichen vor Saisonstart und kaum jemand wagte eine Prognose. Dass der Favoritenkreis in diesem Jahr größer geworden ist zeigten bereits die ersten drei Spieltage, bei denen sich mehrere Teams schadlos hielten.

 

Den besten Start erwischte der BC Beuel, der sich gegen den gut aufgestellten Aufsteiger aus Wipperfeld zum Auftakt souverän durchsetzte. In den folgenden zwei Heimspielen gegen den TSV Freystadt und TSV Neuhausen-Nymphenburg ließ Beuel keinen Punkt liegen und fertigte die beiden bayrischen Badmintonclubs mit jeweils 7:0 ab. Durch die Neuverpflichtungen der beiden starken Engländer Peter Briggs und Lauren Smith sowie die Rückkehr von Marc Zwiebler zählt Beuel in dieser Spielzeit sicher zu den ganz großen Titelanwärtern und steht zunächst einmal an der Tabellenspitze.

 

Doch die Nordrheinwestfalen sind nicht die einzigen, die drei Siege in den ersten drei Spielen einfahren konnten. Auch der SC Union Lüdinghausen, der BC Bischmisheim und der 1. BV Mülheim konnten bereits drei Erfolge einfahren und folgen damit auf den Plätzen zwei, drei und vier.

 

Mit breitem Kader auf Kurs:

Für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim läuft bisher ebenfalls alles nach Plan. Die Saarländer müssen derzeit auf ihren Neueinkauf und amtierenden deutschen Meister Fabian Roth, welcher wegen Verletzungsproblemen ausfällt, verzichten. Doch das kann Bischmisheim, dank seines breiten Kaders gut kompensieren. Der Badmintonclub aus dem Südwesten brachte direkt am Anfang die längste Reise nach Trittau hinter sich und reiste aus dem hohen Norden mit zwei hart erkämpften Punkten im Gepäck wieder ab. Am vergangenen Woche kam es dann bereits zur mit Spannung erwarteten Neuauflage des letztjährigen Finals gegen den TV Refrath, doch auch hier glänzte der breite Kader und erspielte die Revanche für das verlorene Finale zum Jahresbeginn.

 

Aufsteiger lassen aufhorchen:

Sichtlich gut schlug sich auch Aufsteiger SV Fun-Ball-Dortelweil. Die Mannschaft aus Hessen siegte auswärts deutlich in Freystadt mit 6:1 und führte nach dem ersten Spieltag die Tabelle sogar an. Am vergangenen Wochenende mussten sie sich zwar den Teams aus Mühlheim und Bischmisheim geschlagen geben und rutschten auf den 6. Platz, zeigten aber auch hier, dass sie im Laufe der Saison sicher noch für die eine oder andere Überraschung gut sind.


Diese Überraschung gelang den anderen Aufsteigern aus Wipperfeld. Nach zwei knappen Niederlagen zu Beginn gelang dem Team um Nationalspieler Mark Lamsfuß an Spieltag drei der Coup gegen den amtierenden Meister Refrath. Mit 4:3 konnte der erste Bundesligasieg der Geschichte verbucht werden, was zudem den Fehlstart für Refrath perfekt machte.

 

Meister mit Fehlstart:

Für die Sensation nach den ersten drei Spieltagen ist der TV Refrath verantwortlich. Der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister kann bisher noch keinen einzigen Sieg in der Bundesligasaison vorweisen und liegt daher auf dem drittletzten Tabellenplatz. Trotz Heimvorteil musste man sich Lüdinghausen und Bischmisheim in den ersten beiden Partien mit 2:5 geschlagen geben. Am Sonntag folgte dann noch die überraschende Niederlage gegen den Aufsteiger. Vor allem Topspielerin Carla Nelte und Neuzugang Raphael Beck wurde in den ersten Partien schmerzlich vermisst und viele Hoffnungen ruhen auf deren Rückkehr in den kommenden Spieltagen. In Bestbesetzung wird sich das Team um Manager Heinz Kelzenberg sicher noch auf die vorderen Ränge spielen können, doch der Rückstand nach dem Fehlstart ist mit sieben Punkten zur Spitze breits beträchtlich.

 

Wegen der vielen anstehenden Turniere im kommenden Monate pausiert die Bundesliga bis zum 7.11. Alle Ergebnisse und die Tabelle gibt es hier.

 

Red

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0