Fünf Titel, fünf Nationen - Denmark Open Finals

Zhang Nan und Liu Cheng (Bild: Bernd Bauer)
Zhang Nan und Liu Cheng (Bild: Bernd Bauer)

Nachdem Zhang Nans Partner sowohl im Herrendoppel als auch im Mixed vom Profisport zurückgetreten sind, musste sich der Rekordspieler aus dem Reich der Mitte neue Partner suchen. Mit Liu Cheng hat er im August bereits die erste Machtdemonstration vollbracht: den Gewinn des Weltmeistertitels im Herrendoppel. Was nun noch fehlte, waren Turnierresultate.

Gegen die Weltranglistenersten Gideon / Sukamuljo aus Indonesien, die durch ihr enorm schnelles Spiel bekannt sind, bewies Zhang Nan seine ganze Klasse und auch Liu Cheng zeigte, dass er ein würdiger Partner ist. In drei Sätzen gewannen die Chinesen schließlich mit 21:16, 22:24, 21:19 ihren ersten Superseries-Titel.

 

Ihren ebenfalls ersten Superseries-Titel konnten Tang Chun Man / Tse Ying Suet aus Hong Kong gewinnen. Im Mixed gewann die Paarung zunächst das Halbfinale gegen die Weltmeister aus Indonesien Ahmad / Natsir, um im Finale gegen die Nummer 1 der Welt Zheng / Chen antreten zu dürfen. In drei packenden Sätzen bewies die an Acht gesetzte Paarung Tang / Tse die stärkeren Nerven und gewann ihre zwei Sätze jeweils in der Verlängerung: 24:22, 19:21, 23:21.

 

Lee Hyun Il (37), aus Korea, musste auf dem Weg zum Finale der Denmark Open zahlreiche schwere Brocken aus dem Weg räumen. Ihm stellten sich der Olympiasieger von Rio (Chen Long), der Titelverteidiger der Denmark Open (Tanongsak Saensomboonsuk), der aktuelle Europameister (Rajiv Ouseph) sowie der an Eins gesetzte Spieler des Turniers (Son Wan Ho) entgegen. Doch dieser Kraftakt forderte seinen Tribut: im heutigen Endspiel konnte Lee seinem Kontrahenten Kidambi Srikanth quasi keine Gegenwehr leisten und verlor in nur 25 Minuten das wohl bisher einseitigste Superseries-Finale mit 10:21 und 5:21.

Der 24-jährige Inder Kidambi, der sich im Verlauf des Turniers unter anderem gegen den aktuellen Weltmeister Viktor Axelsen in dessen Heimat durchsetzte, kann nun Superseries-Titel Nummer 3 im Jahr 2017 sein Eigen nennen und festigt damit seine Position in den Top 10 der Weltrangliste.

 

Deutlich mehr Spannung im Endspiel versprach das Dameneinzel. Die ungesetzte Ratchanok Intanon trat gegen Vorjahressiegerin Akane Yamaguchi an. Die Tatsache, dass die 22-jährige Thailänderin, die schon etliche große Titel, unter anderem die jüngste Weltmeisterschaft im Dameneinzel mit 18 Jahren auf ihrem Konto hat, ungesetzt war, mag zunächst verwundern – doch sie litt an einer anderthalbjährigen Durststrecke, was Turniersiege anbelangt. Nach mehreren Verletzungsproblemen bot sie heute ein bis zum Ende faszinierendes Spiel. Musste sie den ersten Durchgang noch an die nur 1,58m große Japanerin abgeben, so gelangen ihr beim Stand von 15:15 bzw. 16:19 im zweiten und dritten Satz der Durchmarsch zum abschließenden 14:21, 21:15, 21:19. Erleichtert und ein wenig fassungslos widmet sie im anschließenden Interview den Sieg ihrem Land und dem thailändischen König.

 

Alle Resultate gibt es hier im Detail.

 

 

Red

 

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