Max Weißkirchen siegt im ungleichen Duell

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Max Weißkirchen ist erstmalig deutscher Meister im Herreneinzel. Im Finale setzte sich der Beueler gegen Kai Schäfer mit 22:24, 22:20 und 21:14 durch und feiert damit direkt im ersten Finale den ersten nationalen Titel im Erwachsenenbereich. Beide Spieler schafften es zuvor noch nie über das Viertelfinale hinaus, zeigten aber dennoch Nervenstärke und boten den Fans ein tolles Duell der Gegensätze.

Kai Schäfer und Max Weißkirchen, gegensätzlicher könnten zwei Spielertypen wohl kaum sein. Genau das machte den großen Reiz des diesjährigen Finals im Herreneinzel zwischen den beiden Finaldebütanten aus. So demonstrierte der akribische Arbeiter Schäfer in den bisherigen Runden vor allem seine unglaubliche Athletik und Schnelligkeit auf dem Feld, mit der er seine Gegner ausstach. Der knapp 15 cm größere Weißkirchen beeindruckte das Publikum besonders durch seine Power im Hinterfeld und sein unglaubliches Ballgefühl.

 

Und genau dieses Bild zeigte sich auch im Finale. Schäfer versuchte das Tempo immer möglichst hoch zu halten um seinem Gegner wenig gute Chancen für den gefährlichen Angriff zu geben. Weißkirchen schaffte es aber immer wieder durch gefühlvolle Bälle am Netz in sein geliebtes "Power Play" zu kommen und so entwickelte sich ein packendes Duell, bei dem zum Satzende vor allem gute Nerven gefragt waren.

 

Ähnlich wie Yvonne Li kurz zuvor war auch Schäfer nur einen Schritt vom Titel entfernt, nachdem er sich mit starkem Finish den ersten Satz holte und im zweiten Durchgang nach Rückstand auf 20:20 stellte. Doch der 21-jährige Weißkirchen blieb eiskalt, sicherte den Satzgewinn mit zwei guten Ballwechseln und stürmte im dritten Durchgang zum großen Erfolg.

 

Auch hier zeigten sich starke Parallelen zum vorherigen Dameneinzelfinale bei dem Weißkirchens Vereinskollegin Luise Heim der Titelgewinn auf ähnliche Weise gelang. "Ich hab über den Satzverlust nachgedacht aber Marc hat direkt gesagt ich soll den Satz abhaken und mich auf den zweiten Satz konzentrieren wenn ich das Ding hier gewinnen will", richtete auch er nach dem Spiel dankende Worte an seinen prominenten Coach Marc Zwiebler, der in diesem Jahr nicht aktiv in die Titelkämpfe eingreifen konnte.

 

Im Vorfeld des Viertelfinalspiels gegen Fabian Roth haben wir mit Max Weißkirchen gesprochen.

 

Red

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