Deutschland spielt gegen die Tschechische Republik und gegen Frankreich um eine Medaille

Foto: Claudia Pauli
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Drei Vorrundenspiele, drei 5:0-Erfolge: Einen Tag nach den deutschen Spielerinnen haben bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften (13. bis 18. Februar in Kasan/Russland) am Donnerstag (15. Februar) auch die deutschen Spieler als souveräner Gruppensieger der Vorrundengruppe 3 das Viertelfinale erreicht. Nachdem bereits Island und Luxemburg keine Chance gegen die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) hatten bestimmten die deutschen Herren in ihrem abschließenden Vorrundenspiel gegen Aserbaidschan ebenfalls das Geschehen.

„Man muss der ganzen Mannschaft ein Kompliment machen: Bei der gefühlt sehr einfachen Gruppenauslosung hat sie die Spannung sehr gut gehalten“, lobte Ingo Kindervater das Team. Der eigentliche Gradmesser für den Turnierverlauf sei allerdings das Viertelfinale, ergänzte der Bundestrainer Doppel/Mixed im DBV.


Ab diesem geht es sowohl bei den Herren als auch bei den Damen im K.-o.-System weiter. Alle Viertelfinalspiele kommen am Freitag (16. Februar) zur Austragung. Die Athletinnen des DBV treffen in der Runde der besten acht Mannschaften auf Frankreich (9.00 Uhr MEZ). Die Französinnen zogen als Tabellenzweiter der Vorrundengruppe 5 ins Viertelfinale ein. „Ich bin zufrieden mit dem Los. Aber ein ‚leichtes‘ Viertelfinale gibt es nicht mehr. Wir müssen sicherlich alles geben“, sagte DBVSportdirektor Martin Kranitz nach der Auslosung. Im Halbfinale käme es zum Aufeinandertreffen mit Spanien (Gewinner der Vorrundengruppe 2) oder der Türkei (Tabellenzweiter der Vorrundengruppe 4).


Die deutschen Herren müssen sich im Viertelfinale mit der Tschechischen Republik auseinandersetzen, dem Zweitplatzierten der Vorrundengruppe 6 (13.00 Uhr MEZ). In der Vorschlussrunde wäre aller Voraussicht nach Titelverteidiger Dänemark der Gegner der DBV-Auswahl. Der Rekord-Champion zog als Gewinner der Vorrundengruppe 1 ins Viertelfinale ein und steht darin Finnland (Tabellenerster der Vorrundengruppe 7) gegenüber.

 

Wer seine Partie aus der Runde der besten acht Mannschaften für sich entscheidet, hat Edelmetall sicher: Ein „kleines Finale“ gibt es bei den Titelkämpfen nicht, vielmehr erhalten beide unterlegenen Halbfinalisten die Bronzemedaille.


Die Länderspiele der Herren gegen Luxemburg und Aserbaidschan waren die ersten in der Geschichte des im Jahr 1953 gegründeten DBV gegen diese Nationen. Weder bei Weltmeisterschaften noch bei Europameisterschaften und im Rahmen von Freundschaftsvergleichen standen sich zuvor eine Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) und ein Team aus Luxemburg bzw. Aserbaidschan gegenüber. Die Anzahl der Länderspielgegner des DBV liegt damit nun bei 56 Nationen. Das erste Länderspiel einer deutschen Mannschaft in der Historie fand am 10. Januar 1954 in Bonn statt. Gegner in diesem Freundschaftsvergleich waren die Niederlande.

 

Claudia Pauli

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