"Superdan" greift nach Titel Nummer 7

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Lin Dan ist und bleibt ein Phänomen. Nach überraschend frühem Aus bei den German Open in der Vorwoche brachte Chinas Topstar heute wieder auf den Punkt sein ganzes Können auf den Platz, wie nahezu immer bei Großevents. Nach seinem Viertelfinaltriumph gegen Lee Chong Wei am Vortag ließ er sich auch heute von Landsmann Huang Yuxiang nicht stoppen und steht somit erneut im Finale der All England Championships. Mit 21:14 13:21 und 21:11 musste er zwar den ersten Satz im Turnierverlauf abgeben, ließ aber vor allem in Entscheidungssatz nichts anbrennen und ist morgen heißer Favorit auf den Titel.

Für den Doppelolympiasieger ist es nicht nur die zehnte Finalteilnahme in Birmingham, sondern auch die Chance auf den siebten Titel. Eine unglaubliche Anzahl, mit der er nur noch einen Titel hinter dem Rekordtitelhalter im Herreneinzel Rudy Hartono liegen würde. Der legendäre Indonesier konnte zwischen 1968 und 1974 sieben Titel in Folge gewinnen.

 

Landsmann Shi Yuqi möchte Lin Dan allerdings einen Strich durch die Rechnung machen und hatte bereits im Vorjahr unter Beweis gestellt, dass er ihn bei den All England Championships schlagen kann. Hier warf er Lin im Halbfinale überraschend aus dem Turnier und verhinderte das "Traumfinale" mit Lee Chong Wei. Heute setzte sich der ehemalige Jugendolympiasieger gegen Koreas Son Wan Ho souverän durch.

 

Dänemark in zwei Finals

Zahlreiche Dreisatzkrimis sorgten dafür, dass die Dänen Matthias Boe und Carsten Mogensen im letzten Spiel des Tages erst spät in der Nacht über ihren vierten Finaleinzug jubeln durften. Dort warten die klaren Favoriten Kevin Sukamuljo und Markus Gideon, die im bisherigen Verlauf der Turnierwoche der Konkurrenz keine Chance ließen und auch im heutigen Halbfinale gegen Kolding/Conrad keinen Satz abgaben.

 

Neben Boe und Mogensen hat Dänemark im Damendoppel mit Kamilla Rytter Juhl und Christinna Pedersen noch ein weiteres Eisen im Feuer. Pedersen verpasste eine zweite Finalteilnahme im Mixed denkbar knapp, am Ende fehlten gegen Chinas Toppaarung Zheng Siwei und Huang Yaqiong nur zwei Punkte zum Sieg.

 

Red

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