Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich holen EM-Bronze

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) haben bei den Individual-Europameisterschaften 2018 (24. bis 29. April in Huelva/Spanien) die Bronzemedaille gewonnen und damit ihren bislang größten Erfolg verzeichnet. Die an Nummer fünf gesetzten Weltranglisten-19. im Mixed mussten sich erst im Halbfinale (Samstag, 28. April) den topgesetzten Titelverteidigern Chris und Gabrielle Adcock geschlagen geben – und dies auch nur hauchdünn. Die Partie hätte sich kaum dramatischer gestalten können: Die 24 und 26 Jahre alten Tokio 2020-Kandidaten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) verloren den ersten Satz mit 17:21, entschieden den zweiten jedoch mit 21:15 für sich, sodass das Duell mit den Siegern der Commonwealth Games 2018 wieder offen war. Nach einer Spielzeit von 63 Minuten hatte schließlich das Ehepaar Adcock Grund zum Jubeln: Es gewann den entscheidenden Durchgang – trotz eines zwischenzeitlich großen Rückstandes – mit 25:23.

„Wir haben die Punkte zu schnell gewollt, haben im dritten Satz bei Führung nicht die Geduld gehabt“, sagte Isabel Herttrich nach dem hochklassigen Spiel, in welchem die Deutschen einmal mehr unter Beweis stellten, über welches Potenzial sie verfügen.
 

Die Begegnung mit den Weltranglistenneunten aus England bedeutete für Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich eine Premiere im Rahmen eines internationalen Turniers. Im Gemischten Doppel war zuletzt vor 20 Jahren eine EM-Medaille an Deutschland gegangen: 1998 in Sofia/Bulgarien holte Michael Keck an der Seite der Niederländerin Erica van den Heuvel Silber.

 

Claudia Pauli

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