Setzplatz für Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich bei der WM

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Dank seiner hervorragenden Ergebnisse bei den internationalen Turnieren in den vergangenen Monaten und der daraus resultierenden Platzierung in der Weltrangliste (Platz 14; Stand: 12.07.2018) hat das Mixed Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) bei der Individual-WM 2018 in China (30. Juli bis 5. August in Nanjing) einen Setzplatz inne.

Mixed
An Position 15 notiert, verfügen die Tokio 2020-Kandidaten bei den TOTAL BWF World Championships 2018 in der ersten Runde über ein Freilos. In ihrem Auftaktmatch – folglich ein Spiel aus der zweiten Runde – müssen sich die 24 und 26 Jahre alten Bundeskaderathleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) mit den Gewinnern der Begegnung zwischen den diesjährigen YONEX German Open-Finalisten Niclas Nohr/Sara Thygesen aus Dänemark (Weltranglistenplatz 21) und den Indern Satwiksairaj Rankireddy/Ashwini Ponnappa (Weltranglistenplatz 56) auseinandersetzen. Sollten Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich diese Partie für sich entscheiden, könnten die Titelträger der YONEX German Open 2018 in Mülheim an der Ruhr, Goh Soon Huat/Shevon Jemie Lai aus Malaysia (Setzplatz 7; Weltranglistenplatz 7), auf die Deutschen warten.


Gegen Niclas Nohr/Sara Thygesen bestritten Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich bis dato zwei Matches. Dabei waren beide Paarungen einmal siegreich. Mit Satwiksairaj Rankireddy/Ashwini Ponnappa und auch Goh Soon Huat/Shevon Jemie Lai würden sich die Deutschen zum ersten Mal messen.


Marvin Seidel/Linda Efler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 20), die gleichsam Chancen auf die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in zwei Jahren in Japan haben, bestreiten in Nanjing ihr Erstrundenmatch gegen die Engländer Ben Lane/Jessica Pugh. Das bislang einzige Duell mit den aktuellen Weltranglisten-25., ausgetragen im Juni in den USA, gewannen die DBV-Asse deutlich. In der zweiten Runde träfen Marvin Seidel und Linda Efler auf die an Nummer 16 gesetzten Japaner Yuta Watanabe/Arisa Higashino (Weltranglistenplatz 16). Diese Begegnung würde erstmalig im Rahmen eines internationalen Turniers zustande kommen.


Als drittes Gemischtes Doppel aus Deutschland gehen bei der WM Peter Käsbauer/Olga Konon (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 47) an den Start. Die amtierenden Deutschen Meister stehen in Runde eins – zum ersten Mal in ihrer Karriere – den Russen Rodion Alimov/Alina Davletova (Weltranglistenplatz 49) gegenüber. Danach käme es zum
Aufeinandertreffen mit den an Position fünf notierten Weltranglistenzwölften Zhang Nan/Li Yinhui aus China. Auch diese Konstellation gab es bislang nicht in einem Wettkampf.


Herreneinzel
Im Herreneinzel vertritt Kai Schäfer (SC Union Lüdinghausen) die deutschen Farben. Der 25 Jahre alte aktuelle Deutsche Vizemeister (Weltranglistenplatz 106) muss sich in seinem Auftaktmatch mit dem in der Weltrangliste auf Platz 21 geführten Dänen Hans-Kristian Vittinghus auseinandersetzen. Den bislang einzigen Vergleich mit dem 32 Jahre alten Routinier entschied dieser in zwei Sätzen für sich. Allerdings liegt die Begegnung bereits mehr als fünfeinhalb Jahre zurück. Sollte Kai Schäfer gegenüber dem Dänen die Oberhand behalten, träfe er anschließend vermutlich auf den an Position 15 notierten Indonesier Tommy Sugiarto (Weltranglistenplatz 15). Mit ihm würde sich der Deutsche zum ersten Mal im Rahmen eines Turniers messen.


Als zweiter Spieler des DBV hätte Fabian Roth (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 194) bei den TOTAL BWF World Championships 2018 im Herreneinzel aufschlagen sollen. Der 22 Jahre alte Deutsche Meister von 2017 laboriert jedoch noch an einer Knieverletzung, die er im Juni bei dem bereits erwähnten Turnier in den USA erlitt.


Dameneinzel
Auch im Dameneinzel wird in China eine Spielerin fehlen, die für die WM eingeplant war: Die Deutsche Meisterin Luise Heim (bis 31. Juli 1. BC Beuel, ab 1. August 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 61) wurde Mitte Juli in Absprache zwischen ihr und den Verantwortlichen im DBV aus persönlichen Gründen von den Titelkämpfen abgemeldet. Somit ruhen die Hoffnungen in dieser Disziplin ausschließlich auf Fabienne Deprez (Aulnay-sous-Bois/Frankreich; Weltranglistenplatz 74). Die DM-Dritte erwischte allerdings eine extrem schwere Auslosung: Erste Gegnerin der 26-Jährigen ist die Russin Evgeniya Kosetskaya (Weltranglistenplatz 25), anschließend würde bereits die an Nummer zwei gesetzte Weltranglistenzweite Akane Yamaguchi (Japan) auf Fabienne Deprez warten, die 2018 zum zweiten Mal in Folge bei den YONEX German Open triumphierte. Gegen Evgeniya Kosetskaya bestritt Fabienne Deprez bis dato kein Match, die Bilanz in Bezug auf Akane Yamaguchi lautet aus Sicht der Deutschen 0:1.


Herrendoppel
Im Herrendoppel ist der DBV mit zwei Paarungen bei der WM vertreten. Während die Deutschen Meister Jones Jansen/Josche Zurwonne (1. BC Wipperfeld/SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 31) gegen die Russen Konstantin Abramov/Alexandr Zinchenko (Weltranglistenplatz 49) um den Einzug in die zweite Runde spielen, treffen Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 30) in ihrem Auftaktmatch auf die Kanadier Jason Anthony Ho-Shue/Nyl Yakura (Weltranglistenplatz 34). Jones Jansen/Josche Zurwonne verzeichneten in den bisherigen drei Partien gegen Konstantin Abramov/Alexandr Zinchenko drei Siege, Mark Lamsfuß/Marvin Seidel trugen bislang kein Match gegen Jason Anthony Ho-Shue/Nyl Yakura aus.


Nächste Gegner der Deutschen Meister wären die an Position 16 notierten Japaner Hiroyuki Endo/Yuta Watanabe (Weltranglistenplatz 16). Das bis dato einzige Aufeinandertreffen, im Mai anlässlich der WM für Herren- und für Damennationalmannschaften in Thailand, gewannen die Asiaten in drei engen Sätzen. Mark Lamsfuß und Marvin Seidel würden in der zweiten Runde gegen das an Nummer 14 gesetzte Duo Chen Hung Ling/Wang Chi-Lin aus Taiwan (Weltranglistenplatz 14) antreten. Auch in Bezug auf dieses Duell lautet die Bilanz aus Sicht der DBV-Asse 0:1.


Damendoppel
Im Damendoppel gehören dem Teilnehmerfeld gleich vier Paarungen des Deutschen Badminton-Verbandes an: Neben den nationalen Champions Isabel Herttrich/Carla Nelte (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath; Weltranglistenplatz 26) und den Deutschen Vizemeisterinnen Johanna Goliszewski/Lara Käpplein (beide 1. BV Mülheim; Weltranglistenplatz 38) dürfen Linda Efler/Eva Janssens (beide SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 81) und Lisa Kaminski/Hannah Pohl (beide 1. BC Beuel; Weltranglistenplatz 115) in Nanjing aufschlagen. Dabei rückten Linda Efler/Eva Janssens und Lisa Kaminski/Hannah Pohl – wie Peter Käsbauer und Olga Konon im Mixed – aufgrund des Startverzichts von Duos aus anderen Nationen nach.


Isabel Herttrich/Carla Nelte müssen sich in ihrer Auftaktpartie mit den Kanadierinnen Michelle Tong/Josephine Wu (Weltranglistenplatz 103) messen. Danach träfen sie – ebenfalls zum ersten Mal in ihrer Karriere – auf die an Nummer 13 gesetzten Malaysierinnen Chow Mei Kuan/Lee Meng Yean (Weltranglistenplatz 15).


Johanna Goliszewski/Lara Käpplein stehen in Runde eins Ng Tsz Yau/Yeung Nga Ting aus Hongkong (Weltranglistenplatz 98) gegenüber. Im Falle eines Sieges spielen die Deutschen – gleichsam erstmalig anlässlich eines Turniers – gegen die an Position sechs notierten Koreanerinnen Lee So Hee/Shin Seung Chan (Weltranglistenplatz 7) um das Erreichen des Achtelfinals.


Linda Efler/Eva Janssens bestreiten ihr Erstrundenmatch gegen Doha Hany/Hadia Hosny aus Ägypten (Weltranglistenplatz 74). Anschließend wären die an Nummer sieben gesetzten Thailänderinnen Jongkolphan Kititharakul/Rawinda Prajongjai (Weltranglistenplatz 8) die Gegnerinnen der DBV-Nachwuchsasse. Das Aufeinandertreffen mit Doha Hany/Hadia Hosny stellt eine Premiere dar, den bislang einzigen Vergleich mit Jongkolphan Kititharakul/Rawinda Prajongjai verloren Linda Efler/Eva Janssens.


Lisa Kaminski/Hannah Pohl stehen in ihrer Partie aus der ersten Runde – zum ersten Mal in ihrer Laufbahn – den Belgierinnen Lise Jaques/Flore Vandenhoucke (Weltranglistenplatz 65) gegenüber. Behalten die Deutschen die Oberhand, treffen sie nachfolgend auf die amtierenden Europameisterinnen Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva. Die bulgarischen Schwestern sind bei der WM an Nummer neun gesetzt und werden im Ranking des Badminton-Weltverbandes aktuell auf Platz zehn geführt. Auch die Begegnung Lisa Kaminski/Hannah Pohl gegen Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva gab es bislang nicht im Rahmen eines Turniers.

 

Claudia Pauli

Pressesprecherin DBV

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