Vier von fünf Topgesetzten ausgeschieden

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Kein Tag für Favoriten. Bei den Weltmeisterschaften im chinesischen Nanjing endete das Turnier für vier der fünf Topgesetzten überraschend im heutigen Viertelfinale. Damit gehen zahlreiche große Favoriten bei den diesjährigen Titelkämpfen komplett leer aus. Unter den geschlagenen finden sich unter anderem auch Titelverteidiger Viktor Axelsen oder die großen Goldanwärter im Herrendoppel Kevin Sanjaya Sukamuljo und Markus Fernaldi Gideon.

Vier von fünf Topgesetzten ausgeschieden

Bereits im ersten Spiel des Tages mussten mit den chinesischen Damen Chen Qingchen und Jia Yifan die aktuellen Titelverteidigerinnen und Topgesetzten im Damendoppel die Koffer packen, nachdem sie gegen Indonesiens Greysia Polli und Apriyani Rahayu den Kürzeren zogen. Die erste riesige Überraschung folgte dann kurz darauf im Dameneinzel. Hier beendete Chinas He Bingjiao die Titelträume von Tai Tzu Ying mit 21:18 7:21 und 21:13. Tai hatte zuvor im gesamten Jahr erst ein einziges Spiel verloren und galt als absolute Topfavoritin.

 

Damit sollte es aber noch nicht enden, denn das Favoritensterben setzte sich Schlag auf Schlag fort. Nur wenig später waren es Japans Keigo Sonoda und Takeshi Kamura, die die großen Dominatoren im Herrendoppel Kevin Sanjaya Sukamuljo und Markus Fernaldi Gideon aus dem Wettbewerb warfen. Die Indonesier hatten auch nur zwei Spiele in 2018 nicht gewinnen können und nahezu jeder erwartete beide ganz oben auf dem Podium, doch der WM Traum endete für die beiden wie schon im Vorjahr mit viel Ernüchterung im Viertelfinale.

 

Mit Viktor Axelsen erwischte es kurz darauf auch noch den Topgesetzten im Herreneinzel und eine der großen Goldhoffnungen aus Europa. Anders als im WM-Halbfinale des Vorjahres musste er sich Chen Long vor dessen heimischem Publikum geschlagen geben - 19:21 11:21 hieß es am Ende aus Sicht des noch amtierenden Weltmeisters. Einzig dem chinesischen Mixed Zheng Siwei und Huang Yaqiong gelang es am heutigen Tag mit Setzposition 1 ins Halbfinale einzuziehen.

 

Eine Medaille für Europa

Nachdem die Halbfinalisten feststehen, ist somit auch klar, wer sich bereits sicher über eine Medaille freuen darf. Aus europäischer Sicht ist das nur die doppelte Titelträgerin Carolina Marin, die sich auch heute wieder in beängstigend guter Form präsentierte und Indiens Saina Nehwal mit 21:6 und 21:11 in nur 31 Minuten abfertigte. Die Adcocks unterlagen den an Position zwei geführten Chinesen Wang und Huang und auch Dänemarks letzte Hoffnungen auf Edelmetall endeten durch die Niederlagen von Matthias Christiansen und Chrstinna Pedersen im Mixed, sowie das Ausscheiden von Mads Pieler Kolding und Mads Konrad Petersen im Herrendoppel.

 

Momota auf Kurs:

Trotz dem Favoritensterben ist ein großer Favorit aber weiter auf Kurs: Kento Momota marschierte durch einen deutlichen Viertelfinalerfolg gegen Sai Praneeth ins Halbfinale. Dort trifft er nun auf die malayische Turniersensation Daren Liew, der sich heute in einem denkwürdigen Match gegen Kanta Tsuneyama nach 80 Minuten einen Platz untet den letzten Vier erkämpfte,

 

Alle Ergebnisse gibt es hier.

 

Red