Durststrecke beendet: Chen Long siegt in Paris

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Knapp ein Jahr musste der amtierende Olympiasieger und zweifache Weltmeister Chen Long auf einen Turniersieg warten. Nun gelang ihm bei den French Open endlich wieder ein großer Erfolg und er sicherte sich den Titel des World Tour 750 Events gegen seinen Landsmann Shi Yuqi im Finale. Besonders beeindruckte der Weltranglistenfünfte aber mit seinem klaren Halbfinalsieg gegen Kento Momota, der zuletzt in seiner eigenen Klasse zu spielen scheinte. Auch Japans Akane Yamaguchi gelang der erste Sieg bei der ehemaligen Superseries-Kategorie im aktuellen Kalenderjahr. In einem packenden Finale rang sie die Turnierfavoritin Tai Tzu Yin in drei spannenden Sätzen nieder.

Kein Sieg für Europa

Die einzige Chance auf einen Titel für Europa gab es im Damendoppel, nachdem die Stoevaschwestern ihre gute Form der letzten Wochen mehr als bestätigten und unter anderem durch einen Sieg über die amtierenden Olmypiasiegerinnen Takahashi und Matsutomo bis ins Finale vorstießen. Hier war es aber wie in letzter Zeit so oft eine andere Paarung aus dem Land des Lächelns die sich über den Titel freuen durfte. Mit dem Erfolg der Weltmeisterinnen Mayu Matsutomo und Wakana Nagahara gehen nun schon die letzten 6 Titel im Damendoppel bei 750 oder 1000 Turnieren an Japan.

 

Han und Zhou düpieren die Favoriten

Die größte Überraschung am Finaltag gab es im Herrendoppel, in dem die junge chinesische Paarung Han Chengkai und Zhou Haodong Indonesiens Superstars Kevin Sukamuljo und Markus Gideon einen Strich durch die Rechnung machten und ihnen den achten Titel des laufenden Jahres verwehrte.  23:21 8:21 und 21:17 lautete das Endergebnis aus Sicht von Zhou und Han.

 

Zheng und Huang in anderen Sphären

Chinas Topmixed um Zheng Siwei und Huang Yaqiong ist aktuell eine Klasse für sich und war auch bei den French Open von Niemandem zu stoppen. Auch im Endspiel gegen die Überraschungsfinalisten Seo und Chae aus Korea waren die amtierenden Weltmeister in den entscheidenden Phasen immer voll da und sicherten sich den nächsten Major Titel mit 21:19 und 21:14. In den letzten 32 Spielen musste sich die beiden nur einmal geschlagen geben und gaben in Paris in der vergangenen Woche nicht einmal einen Satz ab.

 

Alle Ergebnisse gibt es hier

 

Red