Konflikt eskaliert: Kein Training für Dänemarks Nationalspieler

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Statt fliegender Bälle trifft man an Dänemarks Nationalstützpunkt in Odense aktuell nur auf verschlossene Türen. Grund dafür ist ein andauernder Konflikt zwischen dem Verband und den Interessenvertretern der Spieler. Nach längeren erfolglosen Verhandlungen gab der dänische Verband nun bekannt, dass die Nationalspieler nicht an den nationalen Einrichtungen trainieren dürfen, bis eine Einigung erzielt ist. Hauptstreitpunkt sind vor allem Vermarktungsfragen.

Vor allem Konflikte zwischen nationalen Sponsorenverträgen und privaten Verträgen der Spieler sorgten schon in der Vergangenheit häufig für Probleme. Besonders bei Teamwettkämpfen konnten Nationalspieler hier in vielen Fällen ihre privaten Sponsoren nicht präsentieren und beklagten Einschränkungen in der eigenen Vermarktung. Nachdem eine diesbezügliche Vereinbarung aus dem Jahr 2013 zwischen Spielern und Verband in der vergangenen Woche ausgelaufen war, ohne bis dahin eine neue Einigung zu finden, wurden nun sämtliche nationale Einrichtungen vorrübergehend geschlossen.

 

Die Spieler zeigten sich über die Entwicklung enttäuscht und müssen nun vorerst eigenständig in Vereinen trainieren. "Wir sind auf die Situation vorbereitet und haben unser Training bereits organisiert." so Hans-Kristian Vittinghus über den drastischen Schritt von Seiten des Verbandes.

 

Ein Interessenkonflikt dieser Art ist in Dänemark allerdings keine Neuheit. Erst vor wenigen Monaten sorgte ein ähnlicher Konflikt im dänischen Fußball für Schlagzeilen, bei dem der Verband aufgrund eines Spielerstreiks Amateur- und Futsalspieler zu einem Länderspiel entsandte.


Red

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