Wer krönt sich beim Saisonfinale?

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Ein langes Badmintonjahr mit vielen Highlights neigt sich dem Ende entgegen. Doch während einige Spieler im Dezember schon etwas kürzer treten, müssen die Besten der Besten noch einmal ran. Wie jedes Jahr geht es kurz vor den Feiertagen beim großen World Tour Finale noch einmal um einen der wichtigsten Titel des Jahres sowie um 1.500.000 Dollar Preisgeld. Qualifiziert sind in jeder Disziplin die 8 Spieler bzw. Paarungen, die im vergangenen Jahr die meisten Punkte auf der World Tour sammeln konnten. Wir blicken auf die Teilnehmerfelder und Favoriten in den Einzeldisziplinen:

https://bwfbadminton.com/rankings/9/hsbc-race-guangzhou/57/men-s-singles/2018/48?rows=25&page_no=1
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Herreneinzel:

Die Liste im Herreneinzel wird angeführt von Taiwans Chou Tien Chen, der im vergangenen Jahr mit seiner hohen Konstanz beeindruckte. Insgesamt sechs Finals und drei Turniersiege, einer davon in Deutschland bei den German Open, sichern ihm am Ende den Platz an der Spitze. Dicht dahinter folgt der amtierende Weltmeister Kento Momota, der nach seinem beeindruckenden Comeback und den Leistungen aus dem vergangenen Jahr von den meisten Experten auch in der kommenden Woche wieder als der große Favorit gehandelt wird.

 

Im Feld befinden sich aber auch einige Spieler, bei denen vor allem die Formkurve am Ende des Jahres steil nach oben zeigte und die man nicht unterschätzen sollte. Koreas Son Wan Ho konnte nach eher mäßigem Start vor allem durch seinen Sieg in Hong Kong vor wenigen Wochen dem Jahr nochmal eine Wende geben. Hier warf er auch Kento Momota im Halbfinale aus dem Rennen. 

 

Über den Start in Guangzhou dürfte sich vor allem Sameer Verma freuen. Der Inder konnte durch einen Sieg beim Heimturnier in der Vorwoche noch fünf Plätze gut machen und erkämpfte sich damit hauchdünn seinen Platz im großen Saisonfinale.

 

Bild: Bernd Bauer
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Dameneinzel:

Wie schon im Vorjahr ist Tai Tzu Ying weiterhin die dominierende Spielerin im Dameneinzel. Abgesehen von ihrem Viertelfinalaus bei den Weltmeisterschaften kann die Taiwanesin auf ein nahezu perfektes Jahr 2018 zurückblicken. Neben dem Sieg bei den Asia Games konnte sie sage und schreib sieben weitere Titel einfahren. Nach ihrem Ausscheiden in der Gruppenphase im Vorjahr möchte sie nun für einen passenderen Jahresabschluss sorgen. 

 

Zwei ihrer ärgsten Rivalinen kommen aus Japan und gegen beide musste sie sich in den vergangenen Wochen einmal geschlagen geben. Sowohl Nozomi Okuhara als auch Titelverteidigerin Akane Yamaguchi wollen der Favoritin das Leben schwer machen. Zudem gibt es mit Chinas Chen Yufei und Thailands Ratchanok Intanon zwei weitere Starterinnen, bei denen die Formkurve zuletzt nach oben zeigte und die Tai sicher auch gefährlich werden könnten.

 

Natürlich sollte man auch Pursala Sindhu auf dem Schirm haben, aber ihr bisheriger Finalfluch brach auch im vergangenen Kalenderjahr nicht ab. Neben der erneuten Niederlage im WM Endspiel musste sich die Inderin auch in den drei anderen Finals die sie erreichte immer geschlagen geben. Zudem wird sie sich bestimmt auch noch an das letztjährige Saisonfinale erinnern, bei dem sie mit 19:21 im Entscheidungssatz des Endspiels unterlag.

 

Wie bei den Herren gibt es auch bei den Damen eine Starterin die erst in letzter Sekunde den Sprung ins Teilnehmerfeld schaffte. Die für die USA startenden Beiwen Zhang profitierte von der verletzungsbedingten Absage von Chinas He Bingjiao und Spaniens Carolina Marin und komplettiert zusammen mit Kanadas Michelle Li somit das Feld bei den Damen.


Red

 

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