Sechs Monate Pause: Carolina Marin erleidet Kreuzbandriss

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Nach der Finalniederlage in Malaysia wollte Carolina Marin in Indonesien unbedingt ihren ersten Titel des Kalenderjahres gewinnen. Im Finale gegen Saina Nehwal verdrehte sich die Spanierin beim Stand von 9:3 dann aber bei einer Landung das Knie, versuchte es noch einmal, musste kurz darauf aber unter Schmerzen aufgeben. Nach anfänglicher Hoffnung, dass es sich um keine schlimme Verletzung handeln würde, kam nun leider die traurige Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes und rund 6 Monate Pause für die dreifache Weltmeisterin.

"Time to be ready for the hardest battle, but i have no doubts that I'll be back stronger," zeigte sich Marin nach der schockierenden Diagnose auf Instagram kämpferisch. Genesungswünsche anderer Topstars ließen nicht lange auf sich warten, wie auch von ihrer Finalgegnerin Nehwal, die in den vergangenen Jahren gleich mit mehreren schweren Verletzungen zu kämpfen hatte. So merkte man unmittelbar nach dem Spiel auch bei ihr, dass Mitgefühl gegenüber der Freude über den Turniersieg deutlich überwog.

 

Besonders für extrem athletische Spielerinnen im Dameneinzel sind Knieverletzungen keine Seltenheit und können oft einen großen Einschnitt in die Karriere bedeuten. So gab Li Xuerui, die Olympiasiegerin von 2012, erst im vergangenen Jahr ihr Comeback, nachdem sie sich bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 ebenfalls einen Kreuzband- sowie Meniskusriss zuzog und knapp zwei Jahre ausfiel.

 

Laut spanischem Verband wird Marin bereits heute am betroffenen Kreuzband operiert, um nächste Woche schon mit der Reha beginnen zu können, die bei solchen Verletzungen im Normalfall etwa ein halbes Jahr dauert.

 

Red